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Suter: Gutes Angebot für Claiming-Rule-Teams

Von Günther Wiesinger
Danilo Petrucci auf Suter-BMW

Danilo Petrucci auf Suter-BMW

Rund 550.000 Euro pro Fahrer kostet bei Suter ein Paket für eine Claiming-Rule-Saison.

Die Firma Suter Racing Technology (SRT) wird nächstes Jahr voraussichtlich nur zwei Claiming-Rule-Fahrer ausrüsten, beide sollen im Team Came Iodaracing von Giampiero Sacchi antreten. Ein Fahrer steht mit Danilo Petrucci fest, der andere muss noch gesucht werden, weil Roby Rolfo in die Superbike-WM zurückkehrt.

Suter hat jetzt ein preisgünstiges Paket geschnürt. Das Chassis-Package kostet pro Motorrad 80.000 Euro, also 160.000 Euro pro Pilot, da eine Ersatzmaschine Pflicht ist. Dazu kommen Kosten für Suspension, Bremsen, Räder und Data Recording. Diese Ausgaben werden mit rund 150.000 Euro pro Fahrer und Jahr beziffert.

Ein neuer BMW S1000RR-Motor kostet 40.000 Euro, vier werden pro Saison benötigt. Das ergibt insgesamt weitere 160.000 Euro. Für vier Revisionen pro Jahr müssen insgesamt zusätzlich noch einmal 80.000 Euro veranschlagt werden.

Die Einheits-Elektronik von Magneti Marelli wird von Paolo Biasio entwickelt, er war früher Chef-Elektroniker bei Aprilia. Er will dann einen Service für andere Kunden anbieten.

«Wir haben das günstigste Angebot für die CRT-Teams», ist Andreas Leuthe überzeugt, Head of Marketing & Sales bei Suter Racing. «Ausserdem haben wir ein konkurrenzfähiges Konzept, wie einzelne Ergebnisse 2012 gezeigt haben. Petrucci ist sehr zufrieden. Für die nächste Saison werden wir ein komplett neues Bike haben, die  Entwicklung betreiben wir gemeinsam mit Ioda. Es gibt ein neues Chassis, eine neue Schwinge, eine neue Airbox und eine verbesserte Aerodynamik. Ausserdem hat BMW  einen neuen Superbike-Rennmotor, der auch noch mehr Leistung hat.»

Ein Claiming-Rule-Team wird also pro Fahrer bei SRT rund 550.000 Euro im Jahr ausgeben müssen. Bei ART-Aprilia wird fast der doppelte Betrag abgerufen, war in dieser Saison beim Power Electronics-Team (Fahrer: Randy de Puniet, Aleix Espargaró) von Jorge «Aspar» Martinez zu hören.

Im finanziellen Bereich von 1 bis 1,2 Millionen Euro wird auch HRC in der Saison 2014 mit dem Honda Production Racer (auf der Basis der 2013-Version der RC213V) landen. «Honda wird wohl sehr weit weg sein von unseren Kosten», meint Leuthe. «Ich denke, bei HRC kommt ein Team dann schnell mal auf 1,5 Millionen Euro oder mehr pro Fahrer.»

Trotzdem werden die CR-Maschinen in der Saison 2014 ausgedient haben. Denn Honda setzt dann wie jetzt vier Prototypen ein und verkauft fünf Production-Racer. Yamaha rüstet vier Fahrer (zwei im Werksteam, zwei bei Tech3) aus, dazu werden vier YZR-M1-Motoren verleast. Ducati wird mit vier Desmosedici-Fahrern antreten, Suzuki mit zwei. Bei insgesamt 23 Prototypen werden also die CR-Motorräder mit den Superbike-Rennmotoren überflüssig.

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