Stefan Bradl: «Frage Rossi, wann er Pizza bezahlt»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl auf der LCR-Honda

Stefan Bradl auf der LCR-Honda

Stefan Bradl gibt sich vor dem zweiten Training in Katar locker und selbstbewusst. «Wir haben Spielraum ohne Ende», sagt er.

«Teamchef Lucio Cecchinello hat mir gesagt, dass ich für heute um 16.45 Uhr zum Meeting der Safety Commission eingeladen worden bin», erzählte Stefan Bradl nach dem späten Frühstück in Doha. «Da gehe ich hin. Und wenn ich nur den Rossi frage, wann er mir jetzt die Pizza bezahlt...»

Stefan Bradl wirkt nach Platz 7 im ersten Training sehr zuversichtlich. «Ich bin gestern gefühlte 27 mal in der ersten Kurve nach einem Verbremser geradeaus gefahren», schilderte er. «Denn die Gabel ist bei einem gewissen Punkt wie auf ‹block› gegangen. Deshalb konnte ich nicht rechtzeitig verzögern. Wir haben also beim Set-up noch einige Möglichkeiten zur Verbesserung.»

Auch die Reifensituation war in den ersten 45 Minuten nur schwer durchschaubar und gewöhnungsbedürftig. «Denn der softe Reifen war weich, wie erwartet. Aber der harte war extrem hart, der Unterschied war also wirklich gravierend. Vor allem habe ich drei bis vier Runden gebraucht, bis ich mit diesem Reifen forcieren konnte, bis er auf Betriebstemperatur war. Ich hatte nur die letzte Runde für eine richtig gute Zeit. Da ist mir ein schwerer Fehler unterlaufen, trotzdem war ich auf Anhieb drei oder vier Zehntel schneller als vorher in meiner besten Runde. Wir haben also Spielraum ohne Ende.»

«Aber wir müssen auch schauen, wie sich heute der Grip gegenüber dem ersten Tag entwickelt», ist sich Bradl bewusst. «Am Donnerstag haben alle gesagt, wegen der riesigen Baustelle wegen der neuen Satellitenstadt Lusail City sei so viel Dreck und Staub auf der Piste. Aber ich finde, dass der Grip für den Anfang nicht so schlecht war.»

«Ich bin jedenfalls für die weiteren Trainings überhaupt nicht beunruhigt», ergänzte der Moto2-Weltmeister von 2011. «Erstens bin ich das ganze erste Training praktisch mit einem Reifensatz durchgefahren. Zweitens werden wir die Bremsprobleme heute lösen. Und drittens haben wir bei der Geometrie noch ein paar Ideen, die wir ausprobieren können.»

Bradls LCR-Team hat zwar von 2012 viele Abstimmungsdaten mit der 1000-ccm-Honda RC213V, aber diese sind jetzt nur noch bedingt brauchbar. «Denn wir fahren 2013 mit einer ganz anderes Set-up-Basis», verriet Stefan. «Im Vorjahr sind wir sehr Vorderrad-lastig unterwegs gewesen. Dadurch haben wir viel Grip am Hinterreifen verloren. Jetzt haben wir eine neutralere Basis. Deshalb nützen uns die Daten von 2012 wenig.»
 

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