Eskil Suter: «Hinter Werksteams das nackte Chaos»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Danilo Petrucci 2013 auf der Suter-BMW

Danilo Petrucci 2013 auf der Suter-BMW

Zuerst blieb ihm Forward mehr als 400.000 Euro schuldig, jetzt diskutiert Eskil Suter mit Iodaracing über die 2013-MotoGP-Maschinen.

Die finanzielle Situation von Iodaracing Project ist angespannt, deshalb musste Teambesitzer Giampiero Sacchi mit Leon Camier einen der zwei MotoGP-Fahrer aus der WM zurückziehen. Nur Danilo Petrucci fährt mit der ART-Aprilia die WM.

Bei der Firma Suter Racing Technology heisst es, die Kosten für die vier MotoGP-Maschinen von 2013 (Fahrer: Danilo Petrucci und Lukas Pesek) seien noch nicht vollständig bezahlt worden. Offenbar lagert das Material jetzt wieder bei Suter in Turbenthal/CH.

Die vier MotoGP-Maschinen repräsentieren vermutlich einen Gegenwert von rund 200.000 Euro. «Wir müssten bis zu 50.000 pro Motorrad investieren, wenn wir sie verkaufen wollen. Im jetzigen Zustand ist nicht einmal eine Elektronik dabei. Wenn wir die Maschinen aufbereiten, könnten wir sie für 80.000 bis 100.000 Euro pro Stück verkaufen», rechnet Suter vor.

Es sind allerdings keine BMW-S1000R-Motoren eingebaut. Suter: «Denn die Triebwerke waren von BMW geleast. Sie haben nie uns gehört.»

Giampiero Sacchi erklärt seine angespannte finanzielle Lage mit nicht bezahlten Sponsor-Rechnungen in der Saison 2013.

«In der MotoGP-Weltmeisterschaft gibt es an der Spitze drei Werksteams, die genug Geld haben, hinter denen reagiert das nackte Chaos», macht sich Suter keine Illusionen. Seine Firma hat sich nach zwei Jahren wieder aus der Königsklasse zurückgezogen.

Das österreichische Remus-Wildcard-Team (Fahrer: Martin Bauer) hat mehrmals angekündigt, man interessiere sich für zwei Maschinen aus dem Iodaracing-Fundus.

Aber Eskil Suter macht sich keine Illusionen. «Die Österreicher haben doch auch enorme Schwierigkeiten, ein Budget für 2014 aufzutreiben», meint der Schweizer Ex-Rennfahrer.

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