Valentino Rossi (7.): Er will 2014 zehn Podestpätze

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Valentino Rossi

Valentino Rossi

Movistar-Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi war trotz Platz 7 im zweiten Assen-Training nicht zerknirscht. Er weiss, wie er sich am Freitag steigern kann.

Valentino Rossi schaffte im zweiten freien MotoGP-Training in Assen/NL m Donnerstag nur die siebtbeste Zeit, niedergeschlagen war der Vorjahressieger trotzdem nicht.

Valentino, du liegst 0,633 Sekunden zurück. Enttäuscht?

Gut, mein siebter Platz ist nicht fantastisch, aber ich bin trotzdem zufrieden. Denn meine Rundenzeit ist sehr schnell, wir sind deutlich schneller als 2013. Und wir haben am Schluss das Setting noch geändert, denn vorher fehlte es an Hinterradgrip. Die Änderung hat sich positiv ausgewirkt. Ich bin 1:34,2 min gefahren, mit einem Hinterreifen, der schon 18 Runden hinter sich hatte. Das kann sich sehen lassen.
Aber wir haben noch viel Arbeit. Denn schon nach drei, vier Runden steigt die Temperatur des Hinterreifens zu stark an. Dann fängt das Hinterteil der Maschine zu rutschen an, ich muss das Gas ein bisschen zudrehen.
Wir müssen auf jeden Fall denn Rennspeed verbessern. Und wir müssen auf das Wetter aufpassen. Heute war es grossartig, aber am Freitag und besonders am Samstag kann es ganz anders aussehen.

Würdest du alle deine diesjährigen Podestplätze gegen einen Sieg tauschen?

Hm, gute Frage... Nein. Denn ich hoffe, dass mir in diesem Jahr insgesamt zehn Podestplätze gelingen. Als müsste ich dafür mindestens zwei Siege bekommen... Dann würde ich es mir vielleicht überlegen.

Du hast eine neue Auspuffanlage bekommen und bist heute mit beiden Versionen abwechselnd gefahren?

Ja, wir haben aber nur eine neue, sie soll uns eine bessere Kraftentfaltung im unteren Drehzahlbereich bringen. Wir haben sie beim Barcelona-Test probiert und auch in Aragón.
Das klappt gut mit der sanfteren Kraftentfaltung, aber dafür verlieren wir im oberen Bereich. Vor allem haben wir nur eine solche Anlage, ich habe sie am Vormittag und am Nachmittag probiert. Der Unterschied ist nicht gewaltig, manches bei der Motorcharakteristik ist besser, manches schlechter. Deshalb werde ich am Freitag darauf verzichten. Für mich ist es sehr mühsam, in den Trainings mit zwei unterschiedlichen Bikes zu fahren. Ich warte bis zum Sachsenring, dann haben wir zwei, dann können wir beide Motorräder identisch ausstatten. Aber hier bleibe ich bei der Standard-Auspuffanlage,
Jorge gefällt die neue Anlage sehr gut. Ich glaube, er wird sie auch morgen verwenden.

Marc Márquez sagt, Yamaha habe bei kühleren Temperaturen Vorteile?

Ja, das ist manchmal der Fall. Wenn es kühler ist, funktioniert unser Bike ein bisschen besser, normalerweise. Aber das Temperaturfenster ist sehr schmal. Es hängt auch davon ab, welchen Reifen wir verwenden können.

Wie wirken sich die grösseren 340-ccm-Bremsscheiben hier aus? In Barcelona waren sie sichtlich von Vorteil. Und hier?

Ich mag die 340er-Scheiben sehr, besonders für Yamaha sind sie sehr nützlich, wir brauchen sie. Ich habe sie in Mugello und Barcelona verwendet, in Spanien waren sie besonders wichtig.
Ich habe auch heute in Assen die 340er-Scheiben verwendet. Aber hier gibt es nicht genug heftige Bremszonen. Sie sind hier nicht nützlich, die Temperatur sinkt zu stark ab. Ich werde am Freitag mit den 320-ccm-Scheiben fahren.
Für Assen haben wir das erwartet.

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