Luca Cadalora: Er entwickelt die Superbike-Yamaha

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Luca Cadalora hat zwischen 1993 und 1996 acht 500-ccm-GP-Siege gefeiert. Jetzt unterstützt er Andrea Dosoli bei der Entwicklung der R1-Yamaha für die Superbike-WM 2016.

Der 52-jährige Italiener Luca Cadalora, Weltmeister 125 ccm (1986 auf Garelli, vier GP-Siege in dieser Klasse) und 250 ccm (1991 und  1992 auf Rothmans-Honda, 22 GP-Siege in dieser Kategorie), war danach jahrelang Werksfahrer bei Yamaha und Honda in der 500er-WM, 1995 und 1996 schaffte er den dritten Gesamtrang.

Schliesslich landete 1999 bei MuZ-Weber; im Jahr 2000 schloss er seine GP-Karriere als WM-27 auf der Dreizylinder-Modenas im Team Roberts nicht besonders ruhmreich ab.

Der aus Modena stammende Luca Cadalora besuchte am Wochenende mit seinem Kumpel Alex Gramigni den Mugello-GP und ist jetzt seinem Landsmann Andrea Dosoli behilflich bei der Rückkehr in die Superbike-WM 2016 mit der neuen Werks-R1-Yamaha.

Tüftler Cadalora hat eine Serien-R1 um 25 kg abgespeckt, vor allem bei der Auspuffanlage, dazu durch den Abbau der Lichtanlage, er hat aber auch eine neue Verkleidung basteln lassen und einen leichteren Wasserkühler, auch vor einer Neugestaltung der Fussrasten machte Cadalora nicht Halt.

In der vorletzten Woche traf sich Luca Cadalora auf dem «Misano World Circuit Marco Simoncelli» mit Valentino Rossi, um das Motorrad probezufahren. Auch Rossi brachte eine R1 mit.

Die jungen Fahrer, die die R1 bisher probieren konnten, seien nicht alle restlos begeistert gewesen, liess Cadalora durchblicken.

«Denn die neue R1 verlangt eine Fahrweise wie die neue M1 unter Jorge Lorenzo, man muss die gefühlvoll fahren, man darf keine verrückten Spätbremsmanöver machen, sondern man muss in erster Linie auf einen hohen Kurvenspeed achten. Wenn man diese Sachen berücksichtigt, wird die R1 ein vorbildliches und konkurrenzfähiges Superbike sein.»

Am Samstagabend traf sich Cadalora auch noch zu einem Schwätzchen mit den alten 125-ccm-Kollegen Peter Öttl (fünffacher GP-Sieger) und Gabriele Debbia, der mit Gramigni das Team Italia bildete.

Dieser Rennstall stellte damals das Aprilia-Werksteam dar. Alex Gramigini gewann 1992 in der 125er-Klasse den allerersten Road-Racing-WM-Titel für Aprilia, er hat insgesamt drei GP-Siege errungen. Debbia wurde 1991 WM-Vierter, ​ein GP-Siege blieb ihm versagt; Platz 2 beim Europa-GP in Barcelona 1992 war sein bestes Ergebnis.

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