Rossis süsse Rache

Von Jörg Reichert
Rossi lässt sich feiern

Rossi lässt sich feiern

In Mugello siegte Casey Stoner vor Valentino Rossis Heimpublikum. Beim Barcelona-GP vermasselte der Italiener dafür seinem Teamkollegen Jorge Lorenzo den Triumph.

Beim Kampf der beiden Stallgefährten in der letzten Runde stockte den Zuschauern der Atem: Mehrfach überholten und attackierten sich die beiden Yamaha-Piloten, bis Jorge Lorenzo vor der schnellen Rechtskurve vor dem Ziel wie der sichere Sieger aussah - niemand hielt ein Überholmanöver an dieser Stelle für möglich. Doch Rossi dachte nicht an aufgeben und mit seinem angeborenen Killerinstinkt bremste sich der 30-Jährige noch am Spanier vorbei. Der völlig verdutzte Lorenzo konnte zwar früher ans Gas gehen, doch die M1 mit der Startnummer 46 blockierte die Linie. Rossi gewann, Lorenzo wurde mit hauchdünnem Rückstand Zweiter.

«Ehrlich, der Sieg war einer der besten aber auch der schwersten meiner Karriere. Laguna Seca 2008 war vielleicht noch etwas entscheidender, aber dieser Sieg war sehr, sehr grossartig. Es ist lange her, dass ein Überholmanöver in der letzten Kurve über den Gewinner entschieden hat», jubelte Rossi nach seinem 99. GP-Sieg (davon 73 in der MotoGP). «Wir haben einen perfekten Job an diesem Wochenende gemacht, aber klar, auch Jorge war extrem stark. Ich musste ans Limit gehen und wirklich beissen. Dieser Sieg ist wichtiger als die 25 Punkte, die ich dafür bekommen habe.»

Rossis Vergleich mit Laguna Seca im letzten Jahr und seine Aussage, dass der Sieg in Barcelona wichtiger als die schnöden Punkte waren, kommen nicht zufällig. Der USA-GP 2008 war der Wendepunkt in der Weltmeisterschaft zu Gunsten des Italieners und das denkwürdige Rennen in Barcelona könnte eine ähnliche Wirkung auf seine Konkurrenten haben. Doch ausgeglichener war die MotoGP nach sechs Saisonrennen noch nie: Rossi, Lorenzo und Stoner haben jeweils 106 Punkte auf dem Konto. Den Vierten, Andrea Dovizioso, haben die drei verbliebenen Meisterschaftskandidaten bereits um 37 Zähler abgehängt.

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