MotoGP: Schrumpft das Startfeld?

Von Oliver Feldtweg
Marco Melandri feiert in Le Mans

Marco Melandri feiert in Le Mans

In diesem Jahr fahren in der Königsklasse 18 Piloten mit. Werden es 2010 weniger sein?

In diesem Jahr treten in der MotoGP-WM 18 Fixstarter auf, nur in Barcelona und Assen gab es vorübergehend 19, weil Scot-Honda den Ungarn Gabor Talmacsi an die Seite von Yuki Takahashi stellte. Der Japaner wurde vor Laguna Seca wieder ausgebootet – es gibt nicht ausreichend Ersatzteile.

Für 2010 bemüht sich die Dorna emsig um eine Erweiterung des Startfelds auf 20 Piloten. Doch bisher sind alle Bemühungen gescheitert. Nicht einmal die Idee, nächstes Jahr Ersatzmaschinen zu verbieten, veranlasste die Hersteller zum Einsatz zusätzlicher Motorrad. Yamaha bliebt bei vier, Suzuki bei zwei.

Dazu kommt, dass sich unter den jetzigen Rennställen zwei Wackelkandidaten befinden: das Hayate Racing Team mit Melandri und die Grupo Francisco Hernando, das Sete Gibernau auf einer Ducati einsetzt.

Mit Erleichterung vernahm deshalb Dorna-Chef Ezpeleta eine Neuigkeit von HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto. «Wir könnten 2010 notfalls auch acht statt sechs Fahrer ausstatten», erklärte der Japaner exklusiv in der neuen Wochenzeitschrift SPEEDWEEK.

Die Abnehmer könnten zum Beispiel Jorge Martinez und Daniel M. Epp sein, die für die nächste Saison ein MotoGP-Team anstreben. Martinez für Alvaro Bautista, Caffè-Latte-Aprilia-Teambesitzer Epp für Tom Lüthi. Die Leasinggebühren liegen bei 2 Millionen Euro. Aber fix ist dieser Aufstieg noch nicht; die Budgets sind von den Sponsoren noch nicht zugesichert worden.

Ducati rüstet in diesem Jahr das Werksteam mit Stoner und Hayden aus, dazu Pramac-Ducati mit Kallio und Canepa, als zweites Kundenteam ist Grupo Francisco Hernando unter Vertrag. «Wir sind bereit, auch in der nächsten Saison zumindest fünf Fahrer zu betreuen», sagt Ducati-Projektleiter Livio Suppo.

Kawasaki hat mit Marco Melandri (Platz 2 in le Mans) im Hayate-Team zwar einen Top-Ten-Piloten, aber der MotoGP-Rückzug soll am Ende der Saison endgültig vollzogen werden. «Ich höre aus Japan zumindest keine Signale, die auf ein Weitermachen hindeuten», sagt Hayate-Teammanager Andrea Dosoli.

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