Wochenrückblick live aus dem Talkessel

Kolumne von Thoralf Abgarjan
Motocross-WM
Jens-Uwe Jahnke im Interview der Woche

Jens-Uwe Jahnke im Interview der Woche

Im 'Interview der Woche' sprachen wir mit dem Vorsitzenden des MSC Teutschenthal, Jens-Uwe Jahnke, über die aktuelle Situation am Talkessel-Circuit, die Aussichten auf den WM-Lauf und seine Prognose.

Für dieses Wochenende war der 9. Lauf der Motocross-WM im Talkessel von Teutschenthal geplant. Doch die Corona-Pandemie hat ihn verhindert. Vorerst.

Der Virus hält die Welt mit mehr als 5 Millionen bestätigten Infizierten weiterhin in Atem. Die USA als das am stärksten betroffene Land, werden in den nächsten Tagen die Zahl von 100.000 Todesfällen überschreiten.

Deutschland hat - allen Unkenrufen zum Trotz - schnell reagiert und mit ca. 100 Todesfällen pro 1 Mio. Menschen den Verlust an Menschenleben bislang so gering wie möglich gehalten. Zum Vergleich: In den USA sterben durchschnittlich dreimal so viele Menschen an Covid-19, im Vereinigten Königreich, Spanien und Italien sind es mehr als fünfmal so viele wie in Deutschland oder Österreich.

Die Maßnahmen des 'social distancings' wirken also. Das ist die gute Nachricht. Auch wenn wir alle an diesem Wochenende lieber an der Rennstrecke gewesen wären - es ist besser so. Gesundheit und Menschenleben haben Priorität.

Auch wenn Slowenien in dieser Woche die Pandemie für beendet erklärt hat: Die Krise ist damit nicht vorbei. Natürlich interessiert uns alle, ob und wann es in der Weltmeisterschaft weitergeht. Im 'Interview der Woche' trafen wir direkt im Talkessel den Vorsitzenden des gastgebenden MSC Teutschenthal, Jens-Uwe Jahnke. Aus erster Hand erfuhren wir, wie sich der Organisator auf die WM vorbereitet und mit der schwierigen Situation umgeht.

«Die Veranstaltung ist definitiv noch nicht abgesagt», erklärte Jahnke. «Wir stehen in ständigem Kontakt mit dem Serienpromoter 'Infront Moto Racing' und haben im Moment den Status 'tba' (to be announced'). So wie sich die Lage entwickelt, müssen wir reagieren. Wir sind von unserer Seite gewillt, den Grand-Prix durchzuführen.»

«Für uns kam Corona genauso überraschend wie für viele Andere. Wir hoffen im Moment, dass uns unsere Sponsoren hier weiterhin unterstützen, denn auch sie sind von der Krise betroffen und haben es nicht leicht. Wir geben natürlich alles, dass wir unsere Vertragsverpflichtungen, die wir gegenüber unseren Sponsoren haben, erfüllen können. Wir geben Gas und hoffen, dass sie uns die Stange halten und dass wir gemeinsam noch in diesem Jahr eine WM durchführen können.»

Man kann also davon ausgehen, dass das Thema 'Deutschland-Grand-Prix' noch nicht vom Tisch ist? «Nein, das Thema ist nicht vom Tisch. Wir hoffen ja, dass wir noch einen dieser 'tba'-Termine erwischen, vielleicht im September - falls das nicht schon wieder zu früh gedacht ist. Wir denken, dass wir im Herbst oder im Spätherbst noch einen Termin finden könnten, um hier das Rennen stattfinden zu lassen. Die Fangemeinde ist groß, die Fans warten darauf und es wäre dann auch noch ein schöner Abschluss des Jahres.»

Die Zuschauer stehen für den Organisator weiterhin an erster Stelle: «Für die Zuschauer wird es in diesem Jahr noch besser werden. Wir haben direkt hinter der Auffahrt 'Todesberg' einen Acker von einem Bauern bekommen, der mit Klee bestellt wird. Dieses Feld können wir als Parkfläche für unsere Gäste nutzen. Für die Zuschauer werden wir dafür einen neuen Eingang schaffen. Unsere Gäste können ihr Fahrzeug dort abstellen und sind direkt an der Strecke. Ich hoffe, dass auch recht viele Zuschauer kommen.»

Das Interview mit Jens-Uwe Jahnke in voller Länge:

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