Sprit-Drama auf der «Magic Mile»

Von Dennis Grübner
NASCAR Cup Series
Clint Bowyer gewinnt wie 2007 den Auftakt zum Chase

Clint Bowyer gewinnt wie 2007 den Auftakt zum Chase

Clint Bowyer gewinnt einen turbulenten Auftakt in den NASCAR-Chase. Auf dem New Hampshire Motor Speedway profitiert er vom Pech Tony Stewarts. Favoriten in Unfälle verwickelt.

Die letzten 100 Rennrunden auf dem New Hampshire Motor Speedway hatten es in sich. Unterschiedliche Boxenstrategien, Unfälle, etliche Neustarts – von allem wurde etwas geboten. Am Ende konnte sich Clint Bowyer, der Mann, der als Letzter den Chase-Einzug schaffte, über seinen ersten Rennsieg im laufenden Jahr freuen. Gleichzeitig sprang der Childress-Pilot von Platz zwölf auf Platz zwei in der Meisterschaft.

Grosser Pechvogel in Tony Stewart war Tony Stewart. Als die weisse Flagge bereits in Sichtweite war, rollte Stewart ohne Sprit aus. 92 Runden versuchte der zweifache Champion mit einer Tankfüllung durchzuhalten – das normale Fenster lag bei 70-78 Runden. Etliche Gelbphasen in den letzten 100 Runden spielten ihm zunächst in die Karten. Am Ende fehlte eine Runde. Clint Bowyer war auf derselben Strategie unterwegs. Er sparte offenbar genügend Sprit. Erst nach seinem Sieger-Burn-out musste er angeschoben werden. Auch Jeff Burton fiel durch die riskante Strategie aus den Top 5 heraus, bis auf Platz 15.

Clint Bowyer war über das gesamte Rennen der bestimmende Mann. Er führte 176 der 300 Runden an. Erst am Ende übernahm Stewart das Kommando für 99 Runden. «Es ist schwierig, wenn man angreifen will, aber ruhig bleiben muss», beschrieb Bowyer die Situation rund um den Sprit-Poker. «Ich gewinne auf diese Weise ungern Rennen, aber wir haben dieses Jahr schon einige verloren, von daher nehme ich den Sieg gerne.»

Zweiter wurde Denny Hamlin, der 87 Runden vor Schluss von Carl Edwards umgedreht wurde, sich dann aber wieder erfolgreich nach vorne durchkämpfte. Hamlins Vorsprung in der Meisterschaft beträgt 35 Punkte auf Clint Bowyer. Auf Platz drei landete mit Jamie McMurray der erste Nicht-Chaser. Dale Earnhardt jr. fuhr auf Platz vier sein erstes Top-5-Ergebnis seit Daytona ein. Die Plätze fünf und sechs gingen an Kevin Harvick und Jeff Gordon.

Einen miserablen Auftakt in den Chase erlebten neben Tony Stewart, der als 24. abgewunken wurde, Matt Kenseth und Jimmie Johnson. Kenseth wurde von Brad Keselowski in die Mauer befördert und nur 23. Jimmie Johnson war in mehrere kleinere Unfälle verwickelt, bis ihn ein loses Rad, 50 Runden vor Schluss zu einem Boxenstopp unter Grün zwang. Platz 25 für den Titelverteidiger.

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