FBI: Schlinge in Wallace-Garage kein Rassismus

Von Andreas Reiners
NASCAR Cup Series
Bubba Wallace

Bubba Wallace

Das FBI hat die Ermittlungen in dem Rassismus-Skandal um NASCAR-Fahrer Bubba Wallace abgeschlossen. Das Ergebnis: Die Schlinge in der Box war keine rassistisch motivierte Drohung.

Nach den Rassismus-Vorwürfen in der NASCAR hat das FBI die Ermittlungen abgeschlossen. Und offenbar liegt kein Rassismus vor, denn die Behörde kommt zu dem Schluss, dass die Schlinge in der Box des afroamerikanischen Fahrers Bubba Wallace keine rassistisch motivierte Drohung war.

«Der FBI-Bericht kommt zu dem Schluss, und fotografische Beweise bestätigen dies, dass das wie eine Schlinge geformte Garagentor-Zugseil dort bereits im letzten Herbst platziert worden ist», hieß es auf der Homepage der NASCAR.

Heißt: Das Seil ist offenbar lange vor der Ankunft des Teams auf dem Talladega Superspeedway im US-Bundesstaat Alabama in der Garage angebracht worden.

«Wir schätzen die schnelle und gründliche Untersuchung des FBI und sind dankbar zu erfahren, dass dies keine vorsätzliche, rassistische Handlung gegen Bubba war», hieß es weiter.

Wallace selbst hingegen bleibt bei seiner Einschätzung. Das Bild von dem Gegenstand, das er gesehen habe, habe kein Garagentor-Zugseil gezeigt, sagte Wallace dem Sender CNN. «Es war ein Galgenstrick. Ob im Jahr 2019 geknüpft oder was auch immer, es war ein Galgenstrick. Es war also offenbar nicht an mich gerichtet, aber jemand hat eine Schlinge gebunden.»

Der Fall hatte die NASCAR-Serie in den vergangenen Tagen intensiv beschäftigt. Wallace erfuhr eine große Welle der Solidarität. Pikant war das Thema vor allem, weil die NASCAR zuletzt erst die Konföderierten-Flagge bei seinen Rennen verboten hatte. Die Flagge gilt für viele als Symbol für Sklaverei und Rassismus.

Wallace hatte sich vehement für das Verbot ausgesprochen.

In einer Erklärung auf Twitter nannte der 26-Jährige den jetzigen Vorfall einen «verabscheuungswürdigen Akt des Rassismus», der ihn «unglaublich traurig» mache: «Das wird mich nicht brechen. Weder werde ich nachgeben, noch werde ich zurückweichen. Ich werde weiterhin stolz dafür einstehen, woran ich glaube», sagte er.


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