Jeff Gordon kann noch siegen!

Von Dennis Grübner
NASCAR Cup Series
Jeff Gordons Crew arbeitete am Sonntag fehlerlos

Jeff Gordons Crew arbeitete am Sonntag fehlerlos

Jeff Gordon konnte seine Negativserie von 47 sieglosen Rennen stoppen. Der Kalifornier gewann ausgerechnet dort, wo er noch nie hat gewinnen können.

«Wo kam er schon wieder her?» fragte Jeff Gordon seinen Crew Chief Steve Latarte nach der Zieldurchfahrt. Die Rede war von Jimmie Johnson, der in den letzten Runden noch einmal für Sorgenfalten in Jeff Gordons Box sorgte. Denn obwohl vom Champion das ganze Rennen über kaum etwas zu sehen war, hatten Crew Chief Chad Knaus und Johnson das Auto am Ende genau da, wo es sein sollte – am Heck des Führenden. Doch Gordon schaffte den Vorsprung ins Ziel und beendete seine Serie sieglosen Rennen ausgerechnet in Texas, wo er in 16 Rennen zuvor noch nie hat siegen können.

«Was für eine Ironie, dass wir es gerade hier in Texas beenden», so Gordon. «Wir hatten ein tolles Auto, das Beste was ich hier jemals hatte.» Auf der Liste der sieglosen Strecken im Kalender steht nun nur noch der Homestead-Miami-Speedway.
Hinter dem Hendrick-Duo Dritter wurde Greg Biffle. Teamkollege Matt Kenseth bestätigte die starke Leistung des Roush-Teams mit Platz fünf. Zwischen den beiden wurde Tony Stewart Vierter. Einen Platz in den Top 5 hatte auch David Ragan fest im Blick. Der jüngste der Roush-Truppe fuhr den ganzen Tag in den Top 10, gegen Ende sogar in den Top 5. Doch etwa vierzig Runden vor Schluss musste er sein Auto abstellen, da sein Motor überhitzte.

Zu diesem Zeitpunkt musste auch Dale Earnhardt jr. seine Hoffnungen auf ein Top 10-Ergebnis begraben. Krampfhaft versuchte man, das Auto über die 500-Meilen-Distanz zu verbessern. Doch zu keinem Zeitpunkt hatte der Hendrick-Pilot eine wirkliche Siegchance. Nachdem er in Runde 290 mit der Mauer Bekanntschaft machte, musste er unter Grün in die Box und verlor eine Runde. Platz 20 am Ende für ihn.

Das Rennen sah insgesamt 14 verschiedene Fahrer in Führung sowie sechs Gelbphasen. Besonders zum Schluss häuften sich diese. Die letzte Caution wurde dabei Carl Edwards zum Verhängnis. Er steuerte die Box als Führender an und kam außerhalb der Top 10 wieder heraus. Sowohl der rechte, als auch der linke Vorderreifen machte beim Wechsel Probleme. Der erste Saisonsieg für Edwards lässt also weiter auf sich warten.

Sich selbst aus der Entscheidung gekegelt hat auch Kyle Busch. Bereits in der ersten Rennhälfte musste er nach einem Reifenschaden unter Grün an die Box und verlor zwei Runden. Busch schlitzte sich den linken Vorderreifen auf, indem er nach einem Duell mit John Andretti seiner Unzufriedenheit durch einen kurzen Rempler gegen Andretti Ausdruck verleihen wollte. Die Aktion ging jedoch nach hinten los und Busch wurde nur 18.

Durch den Sieg in Texas konnte Jeff Gordon seine Tabellenführung auf insgesamt 162 Punkte gegenüber dem neuen Zweiten, Jimmie Johnson, ausbauen.
 

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