Hamlin überwindet das Phoenix-Trauma

Von Dennis Grübner
NASCAR Cup Series
Denny Hamlin hatte diesmal das Glück auf seiner Seite

Denny Hamlin hatte diesmal das Glück auf seiner Seite

Rennsieg und Tabellenführung für Denny Hamlin in Phoenix. Der Gibbs-Pilot gewann das zweite Rennen der Sprint Cup Series vor Kevin Harvick und Greg Biffle.

Der Sportpsychologe und der neue Crew Chief haben offenbar geholfen. 2010 verlor Denny Hamlin in einem Spritpoker das vorletzte Saisonrennen auf dem Phoenix International Raceway. Viel schlimmer noch, er verlor dadurch auch die Meisterschaft.

Ein Jahr und einige Monate später hat Hamlin das Thema offenbar abgehakt. In der Schlussphase kam ihm Kevin Harvick, der die meisten Runden anführte, zwar immer näher. In der vorletzten Runde rollte der Childress-Fahrer auf Platz 2 liegend jedoch ohne Benzin aus und Hamlins persönliche Wiedergutmachung mit dem Tri-Oval in Arizona stand nichts mehr im Wege. Harvick rettete noch Platz 2 ins Ziel, da der Vorsprung auf den drittplatzierten Greg Biffle zuvor bereits rund 8 Sekunden betrug. Andere Fahrer, wie zum Beispiel Carl Edwards, hatten weniger Glück und wurden aus den Top 10 geworfen.

Hamlin bedankte sich nach dem Sieg vor allem beim Meistermacher, Crew Chief Darian Grubb. In der letzten Saison gewann er mit Tony Stewart den Titel, in diesem Jahr soll er gemeinsam mit Hamlin den ersten Titel für Joe Gibbs seit 2000 holen. «Wir waren zu Beginn der Saison noch nie so gut», freute sich Hamlin. «Das ist ungewohnt für uns.» Er übernahm zugleich die Führung in der Tabelle und liegt nun 6 Zähler vor Greg Biffle.

Platz 4 ging an Jimmie Johnson. Der Hendrick-Pilot hatte Glück im Unglück. Kurz vor einer Gelbphase in Runde 132 meldete er über Funk, dass ein Rad am Auto lose sei. Die Gelbphase rettete ihn. Zwar musste er insgesamt 3-mal in die Box um das Problem am rechten Hinterrad zu lösen. Doch sprang am Ende des Tages zumindest ein vierter Platz heraus. Johnson führte in der ersten Rennhälfte 55 Runden an.

Brad Keselowski belegte Platz 5, vor Kyle Busch und Martin Truex jr. Juan Pablo Montoya verpasste auf Platz 11 die Top 10 nur um eine halbe Sekunde. Er musste sich Joey Logano geschlagen geben. Mit Logano schafften es alle Autos von Joe Gibbs unter die ersten 10.

Grosses Pech hatte Marcos Ambrose. Er lag in der Schlussphase aussichtsreich auf Position 3, als ein Motorschaden seine Träume von einem Top-Ergebnis zerschmetterte. Bis auf Platz 32 ging es für den Australier zurück.

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