NEC: Deutschlandpremiere auf dem Lausitzring

Von Andreas Gemeinhardt
Northern Europe Cup
Der neue ADAC Northern Europe Cup gastiert zum ersten Mal in Deutschland

Der neue ADAC Northern Europe Cup gastiert zum ersten Mal in Deutschland

Im Rahmen der Superbike-IDM-Veranstaltung auf dem Lausitzring (29. April bis 1. Mai 2016) bestreiten die Piloten des ADAC Northern Europe Cup ihr erstes Rennen auf deutschem Boden.

Nach zwei aufeinanderfolgenden Rennwochenenden zum Start in die Debüt-Saison des ADAC Northern Europe Cup (NEC) durften sich die 27 permanent eingeschriebenen Fahrer einige Tage Pause gönnen, bevor es am Wochenende (29. April bis 1. Mai) zur dritten Runde der Saison auf dem Lausitzring weitergeht.

Matthias Meggle reist als Spitzenreiter der Standard-Klasse in die Lausitz. Der 15-Jährige hat in den ersten drei Rennen 2016 bereits 56 Punkte eingefahren und ist einer der wenigen Piloten, der keine Rennpause einlegen konnte, denn parallel zum ADAC NEC debütiert der talentierte Youngster im Red Bull MotoGP Rookies Cup, dessen erstes Saisonrennen 2016 am vergangenen Wochenende im spanischen Jerez de la Frontera stattfand.

Mit 50 Punkten liegt Philipp Freitag nach zwei Rennsiegen direkt hinter Meggle in der Gesamtwertung. Der Pilot aus Buchholz will auf dem Lausitzring wieder aufschließen, steht damit aber vor einer schweren Aufgabe, denn er muss auch auf Oliver König Acht geben. Der Rookie buchte ebenfalls schon 50 Punkte auf seinem Konto und konnte bisher ein Rennen für sich entscheiden.

«Ich war im vergangenen Jahr beim IDM-Auftakttraining und dem IDM-Rennen dabei, also habe ich ein ganz gutes Gefühl für die Strecke», erklärte Freitag. «Ich freue mich auf jeden Fall auf das nächste Rennen und hoffe, dass das Wetter etwas besser wird als in Silverstone und Assen, was viel Einfluss auf den Grip hat. Ich mag die Strecke nicht unbedingt, aber wir haben dort etwas am Setup gefunden und daher bin ich überzeugt, dass es trotzdem funktionieren wird.»

Nach seinem Sieg beim Heimrennen im niederländischen Assen hofft Ernst Dubbink seine Führung in der GP-Klasse (58 Punkte) zu verteidigen. «Zuerst einmal hoffe ich, dass das Wetter etwas besser wird. Das Wetter in Silverstone war nicht so berauschend, aber in Assen war es schon etwas besser. Im Training und Qualifying war es regnerisch und kalt. Ich hoffe also auf viel Sonne in Deutschland», erklärt er.

«Die Start-Ziel-Gerade ist sehr lang», sagt der Niederländer zum 4,255 Kilometer langen Kurs. «Insgesamt ist die Strecke schön. Der erste Abschnitt ist für mich schwer, weil ich etwas größer bin und die Kurve vor der langen Geraden ist sehr langsam im ersten Gang zu fahren. Das ist hart für mich, aber ich mag die Strecke.»

Jason Dupasquier liegt mit 52 Punkten dicht hinter Dubbink. Der Schweizer kam in allen bisher gefahrenen Rennen aufs Podium. Tim Georgi musste dagegen das zweite Rennwochenende aufgrund seiner gleichzeitigen Verpflichtung in der FIM Moto3 Junior World Championship auslassen, liegt nach einem Doppelsieg zum Auftakt in Silverstone mit 50 Punkten aber ebenso in Schlagdistanz zum Führenden und wird die verlorenen Punkte aus Assen so schnell wie möglich wieder aufholen wollen.

Das Rennwochenende beginnt für die Piloten des ADAC NEC am Freitag, den 29. April mit drei 25-minütigen freien Trainings um 10:30 Uhr, 14:05 Uhr und 17:30 Uhr. Zwei Qualifyings von 8:40 Uhr bis 9:10 Uhr und von 12:00 Uhr bis 12:25 Uhr am Samstag entscheiden über die Startaufstellung. Der Rennsonntag beginnt mit einem zehnminütigen Warm-Up um 9:30 Uhr, bevor das vierte Rennen der Saison 2016 um 11:05 Uhr startet. Das Rennen wird über eine Distanz von 14 Runden ausgetragen.

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