Lavanttal: Die Rückkehr des Champions

Von Toni Hoffmann
ORM

Bei der Lavanttal Rallye 2019 feiert Staatsmeister Niki Mayr-Melnhof ein Comeback in Österreich, auf den Steirer wartet jedoch beim dritten Lauf zur Österreichischen Rallye-Meisterschaft eine hochkarätige Jagdgesellschaf

Zum dritten Mal in dieser Saison prallen die besten Rallye-Piloten des Landes im Rahmen der österreichischen Staatsmeisterschaft aufeinander. Aber im Lavanttal verspricht das Starterfeld in der Königsklasse ORM die bislang höchste Brisanz. Allein die Tatsache, dass der regierende Meister Niki Mayr-Melnhof ein Comeback in der Meisterschaft feiert, ist das sprichwörtliche Sahnehäubchen auf einem mit den feinsten Gewürzen versehenen Rallye-Kuchen. Denn mit dem Champion von 2016  und Rebenland-Sieger Hermann Neubauer sowie dem Meisterschaftsführenden und Jännerrallye-Sieger Julian Wagner warten auf Mayr-Melnhof zwei Asse der Extraklasse.

Doch dem nicht genug, sind auch noch Julians rasanter Bruder Simon Wagner, der heuer in der Europameisterschaft engagiert ist, der Rebenland-Dritte Günther Knobloch, Vizestaatsmeister Johannes Keferböck, der Lavanttal-Dritte des Vorjahrs Gerhard Aigner, der Kärntner Günther Lichteneegger sowie überraschender  Weise auch noch Ex-Staatsmeister (1995) und zweifache Lavanttal-Sieger (1995, 1998) Willi Stengg in der nationalen R5-Jagdgesellschaft vertreten.

Die Zielsetzungen der Toppiloten sind zwar nach außen hin verschiedenster Art, Tatsache ist jedoch, dass jeder einen Spitzenplatz im Visier hat.

Niki Mayr-Melnhof (Ford Fiesta R5): «Ich bin sehr, sehr dankbar, dass es nach viel Arbeit mit einem Start bei der Lavanttal-Rallye geklappt hat. Wir kommen nach Wolfsberg aber sicher nicht, um uns die schöne Gegend anzuschauen, sondern  um dort ordentlich Gas zu geben. Ich freue mich schon auf einen tollen Fight mit den Konkurrenten.»

Julian Wagner (Skoda Fabia R5): «Für mich gilt dasselbe, was ich schon vor der Rebenland Rallye gesagt habe. Ich konzentriere mich aufs Lernen und das Auto noch besser kennen zu lernen. An die Meisterschaft verwende ich keinen Gedanken.»

Hermann Neubauer (Ford Fiesta R5): «Die Lavanttal Rallye zählt zu meinen absoluten Lieblings-Rallyes in Österreich. Ich habe in Wolfsberg vor zwei Jahren schon einmal gewonnen und komme auch heuer mit dem Vorhaben, dort wieder zu gewinnen.»

Günther Knobloch (Skoda Fabia R5): «Vor meiner R5-Premiere in Leutschach habe ich gesagt, ich möchte im Lauf der Meisterschaft die Nummer 1 hinter den beiden Favoriten Neubauer und Wagner sein. Streng genommen habe ich mein Ziel mit dem dritten Platz im Rebenland also schon erreicht. Aber ohne Spaß, für mich ist es wichtig, unabhängig von der Platzierung an einer kontinuierlichen Weiterentwicklung zu arbeiten. Die WeinbergerHolz Lavanttal Rallye ist für uns was Besonderes. Ich selber bin Gründungsmitglied des MSC Lavanttal, und mein Copilot Jürgen Rausch stammt direkt aus Wolfsberg. Deshalb sind wir mit unserem Auto auch am offiziellen Plakat drauf, was eine große Ehre für uns ist.»

Simon Wagner (Skoda Fabia R5): «Ich bin irrsinnig stolz und glücklich, dass wir so tolle Unterstützer für die Lavanttal-Rallye gefunden haben. Es war harte Arbeit, aber ich freue mich irrsinnig, dass ich mit einem R5 wieder zurück in der ORM bin und mit meinem Kärntner Copiloten Gerrry Winter zum ersten Mal seine Heimrallye bestreiten kann. Da unser Hauptprogramm ja in der Europameisterschaft liegt, werden wir in Wolfsberg versuchen, einfach Spaß zu haben und wichtige Kilometer im R5 abzuspulen.»

Johannes Keferböck (Skoda Fabia R5): «Nachdem es mir im Rebenland eher durchwachsen ging, spüre ich jetzt eine große Vorfreude auf die Lavanttal-Rallye. Die Prüfungen dort haben mir im Vorjahr sehr großen Spaß bereitet, dort sind Ilka Minor und ich zum ersten Mal gemeinsam gefahren und konnten einen guten vierten Platz holen. Also kehre ich sehr gerne und dementsprechend optimistisch wieder nach Wolfsberg zurück.»

Gerhard Aigner (Skoda Fabia R5): «Mein Start ist noch nicht ganz abgesichert. Aber sollte es klappen, was ich sehr hoffe, habe ich aus dem letzten Jahr einen dritten Platz zu verteidigen. Damit wäre ich schon sehr zufrieden.»

Günther Lichtenegger (Skoda Fabia R5): «Die Lavanttal-Rallye ist mein Heimspiel, umso mehr freue ich michdrauf. Die Rebenland Rallye war ein guter und wichtiger Test dafür. Dort hatte ich aufgrund des vielen Splitts und meiner zweijährigen Absenz vom Rallyesport zwar Probleme, aber ich hoffe, dass ich dadurch im Lavanttal, wo ja ähnliche Verhältnisse zu erwarten sind, besser damit zurechtkomme.»

Willi Stengg (Peugeot 208 T16 R5): «Ich habe den Peugeot von Walter Mayer gekauft und will damit im Lavanttal an den Start gehen. Mein Problem ist leider, dass ich damit außer vom Hänger herunter noch keinen Meter gefahren bin. Also werde ich hinsichtlich irgendwelcher Erwartungen wohl eher leiser treten.»

Doch neben dem heimischen Spitzen-Aufgebot werden in Wolfsberg auch eine Menge starke Ausländer im Kampf um die besten Plätze mitmischen. Mit den drei Slowenen Rok Turk (Hyundai i20 R5), Ales Zrinski (Peugeot 208 R5), Vlastimil Majercak (Ford Fiesta R5)  und den Ungarn Kristof Klausz (SkodaFabia R5), Pal Lovasz (Hyundai i20 R5), Csaba Juhasz (Hyundai i20 R5) sowie Gergely Fogasy (Ford Fiesta R5) erhöht sich die Lavanttaler R5-Armada auf höchst imposante 16 Stück!

Mit erhöhter Aufmerksamkeit muss aber auch Kris Rosenberger wieder rechnen. Schon allein vom Sound her werden er und Copilotin Christina Ettel mit dem Porsche 997 GT3 die Herzen der Fans erobern. Mit dem 400-PS-Geschoß versucht der Ex-Meister (1997) zweifache Lavanttal-Sieger (1996, 1997) die R5-Asse zu ärgern.

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