Red Bull Air Race: Peter Besenyei im Corvus Racer

Von Nadja James
Air Race
Peter Besenyei ist der einzige Air-Race-Pilot, der auf einen Corvus Racer 540 setzt. Wir sehen uns die Maschine näher an, beleuchten ihre Entstehungsgeschichte und die wichtigsten technischen Details.

Besenyei hat während der Entwicklung seines Flugzeuges sehr eng mit dem Chef-Ingenieur von Corvus, Andras Voloscsuk, und der ungarischen Universität für Luftfahrt zusammengearbeitet. Von den ersten Skizzen und Modellen bis hin zum fertigen Flugzeug verging nur ein Jahr. Das jüngste Red Bull Air Race in Putrajaya, Malaysia, war bereits das sechste Rennen, das Besenyei mit dem Corvus Racer 540 bestritt. Davor flog er damit drei Mal in der Saison 2010 – in Windsor, New York und am EuroSpeedway Lausitz, und eben in dieser Saison in den ersten beiden Rennen in Abu Dhabi und Rovinj.

Mit 524 Kilogramm ist der Corvus Racer 540 das leichteste Flugzeug in der Geschichte des Red Bull Air Race. Mit dem neuen, standardisierten Motor wiegt das Flugzeug 20 Kilogramm mehr, wobei das Gewicht zum grössten Teil auf den vorderen Teil des Flugzeugs wirkt, was man auch als «buglastig» bezeichnet.

Um diesem Gewicht entgegenzuwirken, hat das Team ein zusätzliches 10-Kilogram-Gewicht am Heck angebracht, um ein ideales Gravitationszentrum zu schaffen. Ein Flugzeug das leicht buglastig ist, kann bei vertikalen Manövern enger geflogen werden, was dem Piloten eine höhere g-Kraft ermöglicht. Flugzeuge, bei denen das Hauptgewicht eher mittig liegt, haben diese Möglichkeit nicht. Die Corvus kann zudem Belastungen bis zu 14 g standhalten. Allerdings dürfen Red Bull Air Race-Piloten nicht über 10 g fliegen, sonst droht ihnen eine Disqualifikation.

Interessant ist auch, dass die Corvus aus ultrastarkem Chrom-Molybdän-Stahl besteht, der in einem speziellen Verfahren verschweisst wurde. Auch hier gilt – je stärker der Rahmen des Flugzeugs, desto stärkeren g-Kräften kann es standhalten.

Die Flügel, das Leitwerk und der Bezug des Flugzeugrumpfes bestehen aus hochfesten Gemischen, die aus sehr leichtem und äusserst starkem Karbon gemacht sind. Das Gemisch sorgt für eine ideale Oberfläche, die eine verbesserte aerodynamische Performance mit sich bringt.

Fragt sich nur, wieso Besenyei damit noch keinen Sieg eingeflogen hat... Vielleicht klappt es beim nächsten Versuch, am 26. und 27. Juli in Gdynia, Polen. Tickets für ein besonderes Rennerlebnis gibt es noch, und zwar HIER.

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