Luca Göttlicher: Hoffnungsschimmer für Deutschland

Von Thorsten Horn
Rundstrecke
Luca Göttlicher gilt als sehr talentiert

Luca Göttlicher gilt als sehr talentiert

Während Tom Lüthi, Marcel Schrötter und Dominique Aegerter in Jerez um WM-Punkte kämpften, war deren Intact-Teamkollege aus der Junior-Abteilung, Luca Göttlicher, in Oschersleben im Einsatz.

Der erst 13-jährige Bayer Luca Göttlicher aus Schwifting bei Landsberg am Lech war für das Liqui Moly Intact Junior Team in der Motorsport Arena Oschersleben unterwegs. Dort zelebrierte die Moto Trophy mit rund 400 Teilnehmern (!) ihren ebenfalls verspäteten Saisonauftakt 2020. Ein Programmpunkt war in der vom ehemaligen Kawasaki-Deutschland-Rennchef Manfred John initiierten Klassik-Rennserie die Nachwuchsförderung, denn eine Trainings- und Renngruppe war den Klassen Honda Talent Challenge, Young Rider Bike Trophy und Supersport Klassik vorbehalten.

Im ersten gemeinsamen Rennen wurde Luca Göttlicher, der im neuen Northern Talent Cup einer von sechs Deutschen im Feld sein wird, im strömenden Regen Gesamtfünfter sowie hinter den Dänen Timo Hole und Axel Brodersen gleichzeitig HTC-Zweiter. Im zweiten Lauf musste der Liqui Moly Intact-Benjamin nach einem Kupplungsdefekt in der Startaufstellung aus der Boxengasse dem ganzen Feld hinterherjagen und wurde mit der zweitschnellsten Rennrunde Gesamt-15. und fünfter Honda-Pilot.

2014 gewann «Lucky Luc» den ADAC Pocket Bike Cup, doch da er danach für den ADAC Mini Bike Cup noch zu jung war, ging er nach Spanien. Zwei Jahre nahm er mit einem nun größeren Mini Bike an der Promo RACC 2 teil und wurde Katalanischer Meister. Im Anschluss kam er erstmals mit einem Großrad auch auf große, teilweise WM-Strecken. Dabei war er immer einer der jüngsten, was die Wahl der Rennserien verkomplizierte.

Im vorigen Jahr stieg er im Alter von zwölf Jahren auf eine Moto3-Maschine um und ging in der Honda Talent Challenge, damals noch im Rahmen des Alpe Adria Cups, sowie der Young Rider Trophy im Rahmen der Moto Trophy an den Start. In beiden Serien wurde er Vize, in der Moto Trophy mit nur der Hälfte der Rennen.

In diesem Jahr wurde seine Standard-Honda NSR 250 zum Trainingsmotorrad degradiert, denn eigentlich will er im Northern Talent Cup endlich loslegen. «Gut, dass ich es habe und damit jetzt wenigstens einigermaßen zum Fahren gekommen bin. Die Moto Trophy finde ich als Ergänzung sehr gut, doch es wäre schön, wenn noch mehr mitmachen würden», meinte das motorsportliche Patenkind von Marcel Schrötter, mit dem er zuletzt viel trainiert hat.

Obwohl im Moment nur noch im September der Sachsenring, Lausitzring und Hockenheim jeweils im Rahmen der IDM für den NTC auf dem Programm stehen, und Luca Göttlicher ausnahmsweise mal nur der Zweitjüngste der insgesamt 24 Fahrer sein wird, will er, trotz starkem Fahrerfeld, unter die ersten acht des Cups. Oder wenn möglich sogar noch weiter vorne mitfahren.

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