Leon Haslam grübelt: Deadline eine Woche verschoben

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Teamchef Manuel Puccetti (re.) mit Leon Haslam

Teamchef Manuel Puccetti (re.) mit Leon Haslam

Ursprünglich hätte sich Leon Haslam bis zum 31. August entscheiden müssen, ob er 2018 für Kawasaki Puccetti Superbike-WM fahren möchte. Keine einfache Frage für den Engländer.

 

Leon Haslam gehört zu den erfolgreichsten aktiven Superbike-WM-Piloten: In 212 Rennen fuhr er 39 Mal aufs Podest und eroberte fünf Siege. Und das für sechs verschiedene Hersteller: Ducati, Honda, Suzuki, BMW, Aprilia und Kawasaki. 2010 wurde er hinter Max Biaggi Vizeweltmeister.

Trotzdem fand er nach der Saison 2015 kein siegfähiges WM-Team und verabschiedete sich in die Britische Meisterschaft. Dort eroberte er für Kawasaki 2016 den zweiten Gesamtrang hinter Shane Byrne (Ducati), in der laufenden Saison lautet der Stand nach 16 von 26 Rennen ebenfalls Byrne vor Haslam.

Dass er es auch gegen die besten der Welt noch kann, bewies Haslam vergangenen Mai bei seinem Wildcard-Einsatz in Donington Park, als er für das Puccetti-Team im ersten Rennen auf Platz 2 brauste.

Für Manuel Puccetti war anschließend klar, dass er den 34-Jährigen für 2018 als Nummer 1 im Team haben möchte. Er setzte ihm eine Deadline bis zum 31. August, «dann brauche ich ein ja oder nein», so der Italiener.

Nachdem sich Haslam und Puccetti vor wenigen Tagen in Italien trafen, wurde die Deadline um eine Woche auf den 6. September verlegt.

Haslam zögert mit seiner Unterschrift. «Ich muss erst herausfinden, was Kawasaki Europe möchte», teilte er SPEEDWEEK.com mit. «Sie hätten mich lieber in BSB, sagen aber auch nicht nein zur Weltmeisterschaft.»

Weil er in der WM weniger Geld verdienen würde als in BSB, will Haslam zumindest die Garantie haben, dass er über Topmaterial verfügt. Doch egal wie sehr die neuen technischen Regeln 2018 in die Hände der Privatteams spielen, Haslam wird hinter den Werksteams von Kawasaki und Ducati «bestenfalls um Platz 5 in der Meisterschaft kämpfen», wie er meint. «Dazu muss ich aber Yamaha, Honda, BMW, Aprilia und MV Agusta schlagen. Der Abstand des Kawasaki-Werksteams ist zu groß. Das liegt daran, dass sie viel mehr Geld ausgeben, als andere Teams. Ich wurde in Donington nur Zweiter, weil Rea und Davies stürzten. Der Rückstand ist größer, als alle denken.»

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