Italien schaut in die Röhre: Keine SBK auf Mediaset
Mit Neid schauten Superbike-Fans im deutschsprachigen Raum auf die üppige TV-Übertragung im italienischen Fernsehen. Damit ist es 2019 vorbei.
Die Sendeanstalt Mediaset von Silvio Berlusconi war der wichtigste TV-Partner von Superbike-Promoter Dorna. Auf dem Hauptsender Italia 1 oder einem der zahlreichen Spartenkanäle wurden in der Regel von Freitag bis Sonntag alle Session der seriennahen Motorradweltmeisterschaften übertragen.
Dass Mediaset aus der Übertragung der Superbike-WM aussteigen könnte, wurde schon seit mehreren Monaten spekuliert. Wie verschiedene italienische Medien berichten, sind die Verhandlungen über eine Verlängerung gescheitert.
Seit Max Biaggi nach der Saison 2012 seinen Rücktritt erklärte, fuhren italienische Rennfahrer nur zwölf Laufsiege ein – alle durch Marco Melandri, der nur auf den letzten Drücker einen Platz für 2019 fand und mit 36 Jahren nicht mehr ewig fahren wird.
Und ohne einen starken Italiener im Teilnehmerfeld ist die Superbike-WM selbst in Italien schwer zu verkaufen!
Die Nachfolge von Mediaset könnte Sky antreten. Der Pay-TV-Sender überträgt in Italien bereits seit mehreren die MotoGP – die Verschiebung ins Bezahlfernsehen hat dem Interesse nicht geschadet.
In Deutschland hat ServusTV ab 2019 für vier Jahre die exklusiven Live-Übertragungsrechte für die MotoGP-Weltmeisterschaft erworben. Die Superbike-WM wird weiterhin gemeinsam von ServusTV und Eurosport übertragen, wie SBK Managing Director Daniel Carrera SPEEDWEEK.com exklusiv verriet. "Die aktuellen Verträge laufen bis Ende 2020, dann werden wir die Sache überdenken", hielt der Dorna-Manager fest.
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