SBK-WM mit 29 Fahrern: Angst vor Öl auf der Strecke

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Den Rennsonntag auf Phillip Island bestritten mickrige 16 Superbike-Piloten, beim Europa-Auftakt Ende März in Jerez sollen es 22 sein. Weshalb die Dorna kein so großes Feld haben will, wie wir es früher sahen.

Dass Leandro Mercado (Motocorsa Ducati), Sylvain Barrier (Brixx Ducati) und Jordi Torres als zweiter Fahrer von MIE Althea Honda beim Saisonstart in Australien fehlen, war mit Promoter Dorna ausgemacht. Damit schrumpfte das Feld auf Phillip Island von 22 auf 19 Fahrer.

Als sich am Samstagmorgen Leon Camier (Barni Ducati) verletzungsbedingt abmeldete und Eugene Laverty (BMW) sowie Garrett Gerloff (GRT Yamaha) nach ihren Stürzen im Warm-up am Sonntagmorgen nicht antreten konnten, war das Startfeld für das Sprint- sowie das zweite Hauptrennen auf überschaubare 16 Fahrer reduziert.

Dabei hatte es im Winter lange so ausgesehen, als könnten wir dieses Jahr 24 oder sogar 25 permanente SBK-Piloten haben. Doch Althea macht kein eigenes Honda-Team mehr und Ten Kate Yamaha sowie Pedercini Kawasaki setzen nur einen Fahrer statt ursprünglich angedachten zwei ein.

«Einem Rennen mit 22 oder maximal 24 Fahrern kann man folgen», meint Marc Saurina, SBK Marketing Direktor von Promoter Dorna. «So können wir auch jeden Mal im Fernsehen zeigen. Wenn du diese Zahl deutlich steigerst, verkompliziert das die Situation. Ich hätte gerne maximal 24 Fixstarter plus zwei oder drei Wildcards pro Event. Mir hat es in der Vergangenheit immer gefallen, wenn der Lokalheld gegen den Weltmeister fuhr.»

«Unsere Anzahl Fahrer hat auch etwas mit der Qualität der teilnehmenden Teams zu tun», verdeutlichte Saurina im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wir wollen eine gewisse Qualität, dass alle auf einem ähnlichen Level sind. Dann kannst du diese Fahrer auch im TV zeigen. Wenn du 29 Fahrer hast, von denen die hinteren sechs Sekunden pro Runde verlieren oder Motorschaden haben und die Strecke mit Öl verschmutzen, dann bringt das niemandem etwas.»

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