Ten-Kate: Revanche in Katar

Von Jörg Reichert
Superbike-WM
Was macht Stiggy-Honda besser?

Was macht Stiggy-Honda besser?

Das etablierte Ten-Kate-Team wurde in Phillip Island von Superbike-Neuling Stiggy-Honda vorgeführt. Beim Wüstenrennen in Katar möchten die Niederländer wieder das beste Honda-Team sein.

Das HANNspree-Ten-Kate-Team bekam beim Saisonauftakt in Phillip Island einen ordentlichen Denkzettel verpasst. Nicht nur, weil trotz drei Fahrern in beiden Läufen gerade mal zwei Top-10 Ergebnisse heraussprangen. Sondern weil Rookie Leon Haslam mit der Honda der neugegründeten Superbike-Abteilung von Stiggy-Racing alleine mehr Punkte sammelte, als alle drei Ten-Kate-Boys zusammen!
 
Kein Wunder, wenn es mit der Laune von Team-Manager Ronald Ten Kate schon mal besser bestellt war. Beim zweiten Superbike-Meeting in Katar, da ist sich der Niederländer sicher, werden seine Schützlinge Jonathan Rea (GB/22 J.), Carlos Checa (E/36 J.) und Ryuichi Kiyonari (J/26 J.) aber besser abschneiden. «Katar ist eine Strecke, die uns liegen sollte. Wir hatten dort in Vergangenheit ganz ordentliche Ergebnisse, unter anderen zwei Siege mit James Toseland», zeigt Ten Kate auf. «Ausserdem haben wir bei Analyse der Daten des enttäuschenden Saisonauftakts etwas Neues gefunden. Ich gehe davon aus, dass wir in Katar besser aussehen werden.»
 
Die Erwartungen des Team-Managers will insbesondere Jonathan Rea in positiver Weise umsetzen. Doch letztes Jahr räumte der 22-Jährige beim Supersport-Rennen seinen Teamkollegen Andrew Pitt ab und sorgte so für einen Totalausfall. «Das letzte Jahr überspringen wir mal ganz schnell», schmunzelt Rea spitzbübisch. «Ansonsten mag ich die Strecke sehr. Ich durfte hier schon an ein paar Motorrad-Präsentationen teilnehmen und kenne die Piste daher recht gut. In Phillip Island mussten wir sehr auf den Hinterreifen achten, hier ist das Vorderrad entscheidender - das liegt mir.»
 
Wie sein 14 Jahre jüngerer Teamkollege hat auch Carlos Checa Spass an dem Wüstenrennen. Die bei den Testfahrten in Phillip Island lädierte Schulter bereitet dem Spanier glücklicherweise immer weniger Probleme. «Ich sollte in Katar ohne irgendwelche Handicaps fahren können», bestätigt der Routinier. «Und wir sollten auch konkurrenzfähiger sein als in Phillip Island. Die Strecke ist eben und flüssig. Deshalb können wir in Katar eine für uns bessere Reifen-Kombination verwenden.»
 
Ohne Punkte, dafür mit einem angeknacksten Selbstbewusstsein, musste der dritte Musketier, Ryuichi Kiyonari, aus Phillip Island abreisen. «Ich war so enttäuscht nach den beiden Rennen in Australien. Vor allem weil wir uns von meiner Renn-Pace viel versprochen haben», trauert der Japaner nach dem verkorksten Saisonauftakt. «Losail gehört nicht zu meinen Lieblingsstrecken. Dennoch fängt meine Saison erst hier an.»

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