Eugene Laverty: BMW-Beschluss nötigte ihn zum Handeln

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Eugene Laverty hofft auf eine Fortsetzung

Eugene Laverty hofft auf eine Fortsetzung

BMW hat theoretisch keine Eile festzulegen, wer 2021 im Superbike-Werksteam neben Michael van der Mark fahren wird. «Ich hoffe nur, dass sie sich nicht schon vor dem ersten Rennen entscheiden», sagt Eugene Laverty.

«Nach gefahrenen Rennen haben wir jetzt eigentlich März, obwohl es Anfang Juli ist», hob BMW-Pilot Eugene Laverty hervor.

Die Teams sind in der seltsamen Lage, dass sie Entscheidungen für nächstes Jahr treffen müssen, obwohl sie kaum belastbare Erkenntnisse aus dieser Saison haben.

Der 13-fache Laufsieger Laverty will BMW beweisen, dass er die richtige Wahl für den zweiten Platz im Werksteam neben Michael van der Mark ist. Doch mit Tom Sykes hat er einen schlagkräftigen Gegner. Der Engländer eroberte 2019 mit der neuen S1000RR vier Podestplätze, eine Pole-Position und wurde WM-Achter. Mit weniger Pech hätte Sykes bereits den ersten Sieg für die Bayern erobert und hat sich damit ein gutes Standing erarbeitet.

Beim Saisonstart 2020 in Australien trumpfte Sykes außerdem mit dem Pole-Rekord auf.

Laverty hingegen fuhr lediglich das erste Rennen auf Phillip Island am 29. Februar und verletzte sich tags darauf bei einem Sturz im Warm-up. Dann kam die lange Coronapause – der Nordire hatte bislang keine Chance, sich zu beweisen.

Am 2. Juli bestätigte BMW Michael van der Mark für das Werksteam 2021, der Niederländer verlässt nach vier Jahren Yamaha.

«Uns wurde von BMW nicht gesagt, bis wann sie sich für den zweiten Fahrer entscheiden werden», sagte Laverty zu SPEEDWEEK.com. «In meinen Augen würde es keinen Sinn machen eine Entscheidung zu treffen, bevor wir wieder Rennen fahren. Es gibt viel Spielraum für die falsche Entscheidung. Es wäre besser abzuwarten, wie wir nach einigen Rennen im Vergleich dastehen. Bei Kawasaki verstehe ich die frühe Entscheidung, sie haben mit dem WM-Leader und dem fünffachen Weltmeister verlängert.»

BMW ist in einer komfortablen Lage: Weder Sykes noch Laverty stehen bei einem anderen Werksteam oben auf der Wunschliste.

«Für mich ist die Situation sehr seltsam, weil wir keine Rennen fuhren», bemerkte Laverty. «Ich bemühe mich darum das Bike in ein Fenster zu bekommen, in dem ich gute Rennen zeigen kann. Danach möchte ich beurteilt werden. Nicht nur nach der einen schnellen Runde mit einem neuen Reifen während eines Tests. Natürlich rede ich auch mit anderen Teams, aber meine Priorität ist, bei BMW zu bleiben. Bevor ich von van der Mark im Internet las, habe ich mit keinem anderen Team geredet – ich war geschockt. Da war mir klar, dass ich den Telefonhörer in die Hand nehmen muss. Aber so läuft das Spiel nun mal. Es gibt die Möglichkeit, dass ich den Platz bei BMW verliere, also muss ich mit anderen reden.»

Wenn die Weltmeisterschaft am ersten August-Wochenende wieder Fahrt aufnimmt, geht es Schlag auf Schlag. Jerez und Portimao sind an aufeinanderfolgenden Wochenenden. Dann sind zwei Wochenenden frei, bevor es einen Doppel-Event in Aragon gibt. Gut möglich, dass danach nur noch Barcelona und Magny-Cours stattfinden und San Juan sowie Misano gestrichen werden.

Kalender Superbike- und Supersport-WM 2020:

28.2.–1.3. Phillip Island/AUS
31.7.–2.8. Jerez/Spanien
7.–9.8. Portimao/Portugal
28.–30.8. Aragon/Spanien
4.–6.9. Aragon/Spanien
18.–20.9. Barcelona/Spanien
2.–4.10. Magny-Cours/Frankreich
9.–11.10. San Juan/Argentinien*
6.–8.11. Misano/Italien*

*unbestätigt

Ohne Termin: Donington Park/GB, Assen/NL, Doha/Q

Gestrichen: Imola, Oschersleben

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