BMW-Werksteam: Es kommt zum offenen Schlagabtausch

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
In den kommenden Wochen wird entschieden, wer 2021 im Superbike-Werksteam von BMW an der Seite von Michael van der Mark fährt. Tom Sykes und Eugene Laverty müssen sich in jeder Session beweisen.

Am 29. Juni erfuhr die Welt von Michael van der Marks Wechsel vom Yamaha-Werksteam zu BMW für 2021, am 2. Juli wurde das vom Hersteller aus München offiziell bestätigt. Seither wissen wir: Einer der beiden diesjährigen Fahrer Tom Sykes und Eugene Laverty muss nach dieser Saison gehen.

Die BMW-Verantwortlichen haben anklingen lassen, dass in erster Linie nach Ergebnissen entschieden wird.

Nach außen geben sich die beiden Briten entspannt, doch ihnen ist bewusst, dass sie ab jetzt unter besonderer Beobachtung stehen.

Das kann dazu führen, dass Prioritäten anders als gewöhnlich gesetzt werden – vor allem bei Testfahrten.

«Natürlich habe ich die Situation im Hinterkopf, trotzdem muss ich meinen normalen Job erledigen», unterstrich Laverty im Fahrerlager des Catalunya-Circuits nahe Barcelona gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wir haben nach wie vor viel Arbeit mit diesem Motorrad. Letztes Jahr wurden gute Ergebnisse erzielt, das Bike hat aber noch einen weiten Weg vor sich. Podestplätze wurden erreicht, das volle Potenzial ist aber noch lange nicht ausgeschöpft. Auch deshalb möchte ich längerfristig in dieses Projekt eingebunden sein. Sobald die Maschine etwas fahrbarer ist, wird sie eine der besten in der Startaufstellung sein.»

«Ich muss normal weiterarbeiten, gleichzeitig aber auch einen neuen Hinterreifen aufziehen lassen, wenn es um die Performance geht», bemerkte der Nordire. «Normalerweise mache ich das bei Tests nicht. Andere tun das, aber mich kümmert das normal nicht. Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig.»

Wie auch Jonathan Rea (Kawasaki) und Scott Redding (Ducati) gingen die beiden BMW-Asse am Donnerstagmorgen auf Zeitenjagd, Sykes und Laverty liegen derzeit auf den Plätzen 3 und 6 und sind durch eine gute halbe Sekunde getrennt.

«Meine Rennen oder Longruns werden durch die aktuelle Situation nicht beeinflusst», hielt Laverty fest. «Man kann nicht mehr geben als 100 Prozent. Davon abgesehen muss ich aber immer ans Limit gehen. Das ist schwierig, wenn man sich auf dem Motorrad noch nicht heimisch fühlt. In Barcelona fühle ich mich zum ersten Mal einigermaßen so, ich fuhr das Bike zuvor ja nur in Jerez, Portimao, Phillip Island und auf dem Lausitzring. Und die BMW ist völlig anders als die Maschinen, die ich die letzten sechs Jahre fuhr. Das ist ein Reihenvierzylinder, zuvor hatte ich immer einen V4. Ich musste meinen Kopf neu programmieren.»

Der Vizeweltmeister von 2013 (hinter Sykes) betont, dass er bei den Zeiten nicht nur ein Auge auf den Teamkollegen hat: «Ich schaue nach der Spitze und vergleiche, wo ich in Longruns stehe. Ich bin beeindruckt, wie konstant dieses Motorrad ist. Das war meine größte Sorge, weil ich bislang ja nur ein Rennen damit fuhr.»

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