Álvaro Bautista staunte: «MotoGP wäre nicht gefahren»

Von Kay Hettich
Superbike-WM
In Assen 2019 war es bitterkalt

In Assen 2019 war es bitterkalt

In seiner ersten Superbike-Saison musste sich Álvaro Bautista gehörig umstellen und viel Neues lernen. Das Meeting in Assen 2019 ist dem heutigen Honda-Piloten besonders in Erinnerung geblieben.

Als Ducati-Werkspilot gab Álvaro Bautista 2019 sein Debüt in der Superbike-WM, anschließend wechselte der Spanier zum neuen Werksteam der Honda Racing Corporation. Neben neuen Motorrädern musste der ehemalige MotoGP-Pilot neue Rennstrecken lernen und sich an die Reifen von Pirelli gewöhnen.

Die Umstellung von den Michelin-GP-Reifen auf die Pirelli-Reifen der seriennahen Weltmeisterschaft fiel dem 36-Jährigen leicht – 2019 fuhr er 16 Laufsiege ein und wurde Vizeweltmeister.

«Aufgrund meines Gewichts und meiner Fahrweise war es in MotoGP für mich schwierig, bei kühlen Bedingungen die Michelin-Reifen auf Temperatur zu bringen», sagte der Spanier bei todocircuito.com. «Die Pirelli sind freundlicher. Sie bewegen sich, aber sie vermitteln Vertrauen. Der Hinterreifen hat enormen Grip. Ich erinnere mich an Assen 2019, als ich sehr überrascht war: Die Rennstrecke hatte nur drei Grad und dann schneite es – in MotoGP wäre man nach Hause gefahren!»

Das gesamte Assen-Meeting im April war sehr kühl. Regen, sogar Schnee, eisiger Wind und Temperaturen zwischen 2 und maximal 8 Grad Celsius luden nicht dazu ein, sich stundenlang im Freien aufzuhalten.

Am Samstag war es besonders schlimm. Der Start zum ersten Superbike-Lauf wurde wegen Schneegestöbers zuerst um 30 Minuten verschoben. Als die Motorräder bereits in der Startaufstellung für den Rennstart standen, schneite es erneut. Die Absage des Renntages folgte wenig später.

«Schon im dritten Training wartete ich in der Box und glaubte nicht, dass irgendjemand fahren würde. Aber einige fuhren, vor allem die britischen Piloten. Als ich mitbekam, wie sie bei drei Grad die Zeiten des Vortages verbesserten, war ich erstaunt», erzählte Bautista. «Also ging ich mit den Reifen vom Vortag auf die Strecke und verbesserte mich ebenfals. Diese Reifen funktionieren bei nur 3 Grad in den Niederlanden, aber auch bei 50 Grad in Thailand. Es ist unglaublich! Das Rennen wurde zwar abgesagt, aber ein paar Verrückte wollten es fahren. Der Grip, den diese Reifen unter kalten Bedingungen haben, ist unglaublich, anders als in der MotoGP.»

Übrigens: Am Ende gewann Bautista beide Rennen in Assen 2019.

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