Alex Lowes (2./Kawasaki): «Ausgerechnet Toprak»
Als Zweiter im ersten Lauf der Superbike-WM 2021 in Aragón bescherte Alex Lowes Kawasaki und der neuen ZX-10RR einen grandiosen Saisoneinstand. Das Ergebnis hat er sich im Kampf mit Toprak Razgatlioglu redlich verdient.
Dass die neue Kawasaki ZX-10RR von der FIM nicht mehr Drehzahlen erlaubt werden, sorgte vor dem Saisonauftakt für Irritation. Dass Scott Smart als FIM Technical Director für die Superbike-WM damit nicht so falsch lag, konnte man am ersten Renntag der neuen Saison in Aragón beobachten.
Zuerst stellte Aushängeschild Jonathan Rea in der Superpole einen neuen Rekord auf, im ersten Lauf holten die beiden Kawasaki-Werkspiloten dann einen Doppelsieg.
Allerdings musste sich Alex Lowes für seinen zweiten Platz bedeutend mehr anstrengen, als der Rekordweltmeister bei seinem 100. Superbike-Sieg. Der 29-Jährige startete von der vierten Position und klemmte sich für einige Runden ans Hinterrad seines Teamkollegen, bis er dessen Tempo nicht mehr folgen konnte und sich bis zum Zielstrich gegen Yamaha-Star Toprak Razgatlioglu zur Wehr setzen musste.
"Ich fühlte mich das ganze Wochenende stark und bin viele Runde gefahren. Aber im ersten Lauf, ich denke schon so nach sechs oder sieben Runden, bekam ich Probleme mit der Front. Das kam für mich total überraschend", erklärte Lowes den Augenblick, als er Rea hat ziehen lassen musste. "Als ich dann in Kurve 5 und 10 Vorderrad-Slides hatte, dachte ich daran, dass bei einem Sturz im ersten Saisonrennen alles für die Katz gewesen wäre. Also versuchte ich einen sicheren Rhythmus zu finden und sobald mich jemand überholt, wollte ich dagegenzuhalten."
"Und dann war das ausgerechnet Toprak", lachte Lowes. "Er ist so stark auf der Bremse ist – und genau in diesem Bereich hatte ich nicht so ein gutes Gefühl, wie noch in den Trainings. Zum Glück hatte Toprak auf den SCX-Reifen gesetzt und irgendwann fing er mächtig an zu rutschen. Ich hatte das besser in Griff und konnte mit im kämpfen. Die zweite Rennhälfte war echt hart, aber am Ende mit einem unerwarteten zweiten Platz herauszukommen, ist sehr ordentlich. Nach fünf Monaten, wo man nur getestet hat, waren diese fünf Runden richtig klasse, um wieder in die Action zu kommen. Ich hatte ein fettes Grinsen im Gesicht."
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