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Das Meeting in Portimão ist für Jonathan Rea vielleicht die letzte Gelegenheit, die Superbike-WM 2021 zu seinen Gunsten zu drehen. Der Kawasaki-Pilot dominierte auf der anspruchsvollen Piste wie sonst nur in Assen.
Angesichts 20 Punkte Rückstand und nur noch drei ausstehender Meetings kann sich Jonathan Rea keine weiteren Rückschläge wie am vergangenen Wochenende in Jerez mehr leisten. Im Gegenteil: In Portimão muss der Nordire auf Gedeih und Verderb liefern!
Und die Chancen stehen gut, dass der Kawasaki-Pilot auf der portugiesischen Rennstrecke das Ruder noch einmal herumreißen kann. Seit 2014 holte der sechsfache Weltmeister zwölf von 13 möglichen Siegen – nur 2019 wurde er im zweiten Lauf vom damaligen Ducati-Piloten Alvaro Bautista besiegt. Dazu stand Rea in 20 Rennen auf dem Podest und holte neun Pole-Position – eine Bilanz, die er sonst nur in Assen vorweisen kann (15 Siege, 21 Podestplätze).
Und ein weiteres Argument könnte Rea in Portimão und auch bei den beiden Überseerennen in Argentinien und Indonesien in die Karten spielen. Hinsichtlich der Reifenallokation wird erwartet, dass Pirelli die weichesten Rennreifen nicht mehr für die langen Distanzen anbieten wird.
"Ich erwarte einiges von Portimão", meinte der Kawasaki-Star. "Ich denke es gibt ein paar Faktoren, die sich dort zu unseren Gunsten auswirken sollten. Es ist eine Strecke, auf der ich auch ziemlich stark bin. Wir rechnen mit einem guten Wochenende! Das ist guter Druck. Ich mag das Gefühl, wenn ich mit dem Rücken an der Wand stehe. Ich beiße gerne auf die Zähne. Die Situation ist vergleichbar mit 2016, als Chaz aufdrehte und von meinem einst großen Vorsprung nichts mehr da war. Oder 2019, als mich Bautista an vier Rennwochenende in Folge förmlich zerstört hat. Das ist gut. So wie auch im letzten Jahr, als ich auf Phillip Island stürzte und in der Gesamtwertung weit zurück lag."
"Aber ich brauche eine Waffe, mit der ich kämpfen kann", ergänze der Nordire. "Es passiert nicht einfach, nur weil man auf die Zähne beißt. Wir müssen die kleinen Probleme beheben, die wir bei heißen Bedingungen mit dem weichen Reifen haben. Aber ich denke, der softe Reifen ist bis nächstes Jahr im Regal. Ich denke, Portimão sollte uns etwas besser liegen als die vorherigen Runden."
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