ASBK-Finale: So schlugen sich Miller, Bayliss, West
Für Jack Miller war der Ausflug in die australische Superbike-Szene mehr als nur ein netter Spaß zum Jahresende. Der MotoGP-Star traf auf starke Landsleute wie Nachwuchshoffnung Oli Bayliss und Haudegen Anthony West.
Das Rennwochenende der australischen Superbike-Serie ASBK in ‹The Bend› am vergangenen Wochenende setzte den Schlusspunkt unter das Motorsportjahr 2021. So viel Aufmerksamkeit wie in diesem Jahr erfuhr das Saisonfinale lange nicht mehr, denn mit Jack Miller war ein prominenter Gaststarter dabei, der viele zusätzliche Fans an die attraktive Rennstrecke lockte.
Vorweg: Der MotoGP-Star blamierte sich nicht. Miller sorgte auf und neben der Piste für eine großartige Show, gekrönt mit einem Podiumsplatz im zweiten Rennen.
Die Konkurrenz in der ASBK ist stärker, als man hierzulande denken mag. Piloten wie Wayne Maxwell (Ducati), Glenn Allerton (BMW), Troy Herfoss (Honda), Aiden Wagner (Yamaha) und nicht zuletzt Anthony West (Yamaha) sind nicht nur national eine feste Größe, sondern haben sich auch international einen Namen gemacht. Dazu gesellen sich aufstrebende Piloten wie Oli Bayliss (Ducati), der Sohn des dreifachen Weltmeisters Troy Bayliss.
Hinter ASBK-Leader Wayne Maxwell qualifizierte sich Miller auf Startplatz 2, die erste Reihe komplettierte Yamaha-Pilot Daniel Falzon. Bayliss ging jeweils als Fünfter in die letzten Rennen, für West reichte es nur zu Startplatz 12 – die Yamaha des 40-Jährigen ist nicht ganz auf dem Niveau der Konkurrenz. Auf die pfeilschnelle Miller-Ducati verlor West im Qualifying 19 km/h.
Die Rennen fanden am Sonntag statt. Schon im ersten Durchgang kam es zu einem Abbruch, der Re-Start wurde dann mit 45 Minuten Verspätung durchgeführt. Während Cru Halliday mit 1:51.598 min die schnellste Rennrunde drehte (der Rundenrekord von Maxwell liegt bei 1:51.192 min, gefahren am 5. Mai 2021) wurde das Rennen in der siebten Runde nach einem Crash gestoppt. Miller lag zu diesem Zeitpunkt hinter Maxwell auf Platz 2.
Nach dem Re-Start wurde dann ein Sprintrennen über drei Runden angesetzt. Publikumsliebling Miller kam nicht ins Ziel, denn er wurde von Aiden Wagner abgeschossen. Den Sieg räumte Maxwell vor Allerton und Halliday ab. Bayliss und West konnten nicht punkten. Maxwell stand nun auch als ASBK-Champion 2021 fest.
Das zweite Rennen war nicht weniger turbulent. Noch in der ersten Runde wurde abgebrochen, weil in den Kurven 1 und 3 gleich vier der 16 Fahrer aus dem Sattel gepurzelt waren, nämlich Hook, Falzon, Cooper und der ehemalige Red Bull-Rookie und Moto3-WM-Pilot Arthur Sissis; sie mussten teilweise medizinisch behandelt werden.
Der Re-Start über zehn Runden lief glatt. Mit neuem Rundenrekord in 1:50.972 min holte sich Maxwell auch den zweiten Sieg. Zweiter wurde erneut Allerton. Platz 3 auf dem Podium ging an Miller. Der Ducati-Werkspilot büßte nur 5,8 sec auf den Sieger ein. Oli Bayliss, der mit Barni Ducati die Supersport-WM 2022 bestreiten wird, wurde Fünfter. Anthony West sah erneut nicht das Ziel.
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