Da staunt auch Marquez: Fantastischer Save von Toprak
Mit etwas mehr Glück hätte Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu auf seiner Yamaha R1 in Estoril zwei Rennen gewinnen können. Was er nach den Rängen 2, 2 und 3 zu erzählen hatte.
Im ersten Rennen am Samstag
Im Sprintrennen am Sonntagvormittag sah Razgatlioglu wie der sichere Sieger aus, doch in der letzten Runde konnte er einen Sturz nur mit phänomenaler Motorradbeherrschung vermeiden.
Obwohl der Türke in Estoril die Positionen 2, 2 und 3 einfuhr, verlor er mit seinen 45 Punkten weitere 7 auf den WM-Führenden Bautista und 8 auf den WM-Zweiten Rea. Razgatlioglu liegt nach neun Rennen bereits 52 Punkte zurück.
"Im Sprintrennen hatte ich viel Glück, dass ich nicht gestürzt bin", erzählte der Weltmeister in kleiner Journalistenrunde. "Wir üben solche Saves auf Kenans Rennstrecke in der Türkei. Da rutscht uns öfters das Vorderrad weg – normal stürzen wir nicht. Aber manchmal halt doch. In langsamen Kurven kannst du das Motorrad wieder aufrichten, das war so eine langsame Kurve. Einfach war es nicht, weil das Motorrad so schwer ist. Ich stürzte nicht und konnte Zweiter werden, das macht mich glücklich. Fast hätte ich gewonnen. Vielleicht klappt es in Misano, da habe ich im Vorjahr auch mein erstes Saisonrennen gewonnen."
"Mein Plan für das zweite Rennen war, Johnny hinterherzufahren und meinen Hinterreifen zu schonen", ergänzte Razgatlioglu. "Aber schon nach zehn Runden drehte der Hinterreifen zu stark durch, vor allem in der letzten Kurve verlor ich viel. Im Rest der Runde konnte ich aufholen, aber dann verlor ich in der einen Kurve wieder alles. Glücklich bin ich darüber nicht, weil ich nicht um den Sieg, sondern nur um den dritten Platz kämpfen konnten. Die letzte Runde war ich nur noch Zuschauer. Ich fühlte mich auf der Bremse deutlich wohler als zu Saisonbeginn, zeigte zwei sehr gute Rennen und konnte mit Johnny und Alvaro kämpfen. Ich hatte nur nicht erwartet, dass es im zweiten Hauptrennen so läuft – eventuell lag es am Hinterreifen."
Auch wenn Toprak nach neun Rennen noch ohne Sieg dasteht, so war er in Portugal in den ersten beiden Rennen doch sehr nahe dran. "Manchmal braucht man auch Glück", weiß der 25-Jährige. "Dieses Wochenende waren wir sehr schnell, obwohl die Pace viel höher war als letztes Jahr."
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