Leon Haslam (39) über SBK-WM und Knebelverträge
Es gibt nur wenige Rennfahrer, die auf eine so lange Karriere zurückblicken können wie Leon Haslam, der heute seinen 39. Geburtstag feiert. Seit seinem Debüt vor 19 Jahren hat sich die Superbike-WM stark verändert.
Wie bei seinem Debüt im Jahr 2003 ist Leon Haslam auch in der Superbike-WM 2022 nur ein Teilzeitfahrer. Damals als Wildcard-Pilot mit Renegade Ducati, in diesem Jahr
"Ich kam sehr jung in die Weltmeisterschaft und erlebte ein wenig das Ende einer Ära. Es war die letzte Saison von Colin Edwards", erinnerte sich Haslam bei
"In den letzten Jahren habe ich dieses Gefühl in der Weltmeisterschaft vermisst, vielleicht auch wegen Covid. Aber auch, weil der Beruf des Rennfahrers heute eher ein Job ist", ergänzte der Engländer. "Es war schon immer eine Welt der Profis, in der jeder sein Bestes gegeben hat. Aber heute, mit den sozialen Medien, hat sich alles verändert und man steht ständig unter Beobachtung."
Der seit heute 39-Jährige hat einen Erfahrungsschatz wie kein Zweiter.
"In den Fahrerverträgen mit den Werken steht, was man sagen darf und worüber man nicht sprechen kann. Es scheint ein Mangel an Freiheit zu herrschen; es ist ein wenig wie im Gefängnis", grübelte Haslam. "Für mich ist das keine gute Entwicklung, auch wenn ich bis zu einem gewissen Grad die Gründe dafür verstehe – es ist ein riesiges Geschäft und man repräsentiert die Arbeit vieler Menschen. Ich selbst habe eine Fahrerakademie und versuche meinen Jungs beizubringen, wie sie ihre eigene Persönlichkeit behalten, auch wenn sie sich an bestimmte Regeln anpassen müssen. Das ist für mich das Schwierigste."
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