Peter Öttl: Beste Chance für Marcel Schrötter bei BMW
Wenn es im Grand-Prix-Sport nicht mehr weitergeht, sind die WM-Klassen Supersport und Superbike für viele Fahrer ein Ausweg. Schlägt auch Marcel Schrötter diese Richtung ein?
Sandro Cortese, Randy Krummenacher und Dominique Aegerter haben aus der Moto2- in die Supersport-Klasse gewechselt und wurden Weltmeister. Philipp Öttl wurde 2020 Dritter der Supersport-WM und fährt seit diesem Jahr für das Ducati-Team Go Eleven bei den Superbikes.
Diesen Schritt könnte sich auch Marcel Schrötter vorstellen, falls er für 2023 keinen Moto2-Startplatz findet. Doch die guten Plätze in der Superbike-WM sind rar, der Bayer wird in keinem der fünf Werksteams unterkommen. Dasselbe gilt für die Satelliten-Teams von Ducati und das werksunterstützte Yamaha-Team von Mirko Giansanti (GRT). Ein Werksmotorrad könnte Schrötter im deutschen BMW-Team Bonovo action bekommen, Manager Michael Kories hat bereits vorgesprochen.
Peter Öttl, Vater von Philipp, fünffacher GP-Sieger und heute gemeinsam mit Max Biaggi Besitzer des Moto3-Teams Sterilgarda Husqvarna, kennt sich in beiden Fahrerlagern bestens aus und kann objektive und punktgenaue Einschätzungen liefern wie kaum ein anderer.
"Ich wünsche Marcel, dass er dieses Jahr noch einige Highlights in der Moto2-WM hat und konstant in die Top-10 fährt, damit es für ihn dort weitergeht", sagte Peter Öttl im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Supersport ist für ihn aus meiner Sicht keine Alternative, dafür fährt er schon zu lange erfolgreich Moto2. Die einzige vernünftige Alternative wäre Superbike, er hat bereits erwähnt, dass ihn das auch interessieren würde."
Schrötter zeigte nach verhaltenem Saisonbeginn immer stärkere Leistungen und eroberte seit dem vierten Event in Austin die Ränge 4, 4, 5, 6, 9, 5 und 4. Beim letzten Rennen vor der Sommerpause in Assen stürzte der 29-Jährige aus dem Team Liqui Moly Intact GP in Führung liegend.
"Bei den Superbikes werden von einem Moto2-Fahrer Topresultate verlangt, damit er interessant ist", weiß Öttl. "
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