Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Sorge von Bautista: Neue Ducati von FIM kastriert?

Von Ivo Schützbach
Ducati bringt für die Superbike-WM 2023 eine neue Panigale V4R, das Serienmodell wurde deutlich verbessert. Werksfahrer Alvaro Bautista verriet SPEEDWEEK.com, was er braucht, um schneller zu werden.

Herzstück der neuen Ducati Panigale V4R bleibt der bekannte Motor mit 998 ccm, der aber verbessert wurde. Im sechsten Gang wird im Serientrimm eine Höchstdrehzahl von 16.500/min erreicht, die maximale Leistung von 218 PS steht bei 15.500/min an. Kann das Triebwerk durch eine Racing-Auspuffanlage frei atmen, sind bis zu 240 PS möglich.

Weitere für die Superbike-WM sinnvolle Änderungen finden sich im Fahrwerk. Die neue Position des Schwingendrehpunkts soll dafür sorgen, dass das Motorrad bei voller Beschleunigung hinten nicht mehr eintaucht. Dies verbessert die Stabilität und Präzision und macht es dem Fahrer einfacher, am Kurvenausgang die Linie zu halten.

Modifiziert wurden auch das Design und die Aerodynamik. Zweiteilige Flügel garantieren den gleichen aerodynamischen Abtrieb, sind aber kompakter und dünner als am Vorgängermodell.

Einige der Verbesserungen gehen auf Vorschläge von WM-Leader Alvaro Bautista zurück.

«Am Kurvenausgang brauche ich mehr Unterstützung vom Motorrad», schilderte der Spanier SPEEDWEEK.com. «Für mich fühlt sich das Bike an jedem Kurvenausgang sehr leicht an. Dann kann ich es nicht auf Linie halten und verliere deshalb Zeit. Das Motorrad muss ruhiger werden – das ist für mich die größte Schwierigkeit. Sobald das Motorrad am Kurvenausgang ruhiger liegt und wir mehr Auflagefläche des Hinterreifens haben, können wir uns in der Beschleunigung verbessern. Gleichzeitig verbessert das mein Gefühl für die Leistungsentfaltung.»

Angesichts dieser Aussagen dürfte die Konkurrenz schlucken, denn Bautista hat mit seinem Fahrstil bereits mit der jetzigen Ducati auf die Gerade hinaus vom dritten bis in den sechsten Gang die beste Beschleunigung.

Bautista steht mit Gigi Dall’Igna, dem General Manager Ducati Corse, in engem Kontakt. «Er ruft mich nach jedem Test, Training oder Rennen an», verdeutlichte der 37-Jährige. «Er ist voll informiert, was dieses Projekt betrifft. Er weiß, wie ich das Motorrad fühle und versucht, mir zu helfen.»

Interessant wird, welche Maximaldrehzahl der Motorrad-Weltverband FIM der Ducati 2023 zugesteht – aktuell darf die Rennversion in der Superbike-WM 16.100/min drehen.

«Das sind 250/min weniger als bei der Einführung 2019», hielt Bautista fest. «Die Fahrer wollen sich jeden Tag verbessern, die Hersteller müssen das ebenfalls tun. Yamaha und Kawasaki müssen zu Ducati aufschließen. Man darf nicht Ducati bestrafen, damit sie näher an Kawasaki und Yamaha herankommen. Letztlich mache aber nicht ich die Regeln. Was die FIM sagt, ist die Realität und wir müssen uns unter allen Umständen anpassen.»


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