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BMW-Teamchef Shaun Muir: «Das weiß nur Toprak»

ROKiT-BMW-Teamchef Shaun Muir erwartet eine hart umkämpfte Superbike-WM 2024. Eine deutliche Steigerung mit der M1000RR ist für ihn Pflicht, Toprak Razgatlioglu traut er Siege und viele Podestplätze zu.

Vor den Tests in Jerez und Portimao sieht ROKiT-BMW-Chef Shaun Muir sein Team gut aufgestellt. Die Ausgangssituation ist für ihn eine ganz andere als zu Beginn des letzten Jahres. «Wir haben einen großen Schritt gemacht – mit dem Testteam, der Qualität der Fahrer und mit der Verpflichtung von Toprak», ist sich Muir sicher. «Nichtsdestotrotz liegt noch viel Arbeit vor uns. Wir wissen wo wir stehen mit unserem Paket, die Entwicklung geht gut voran. Aber wir müssen uns dieses Jahr steigern, keine Frage.»

BMW tritt in der Superbike-WM 2024 mit zwei gleichberechtigten Referenzteams an. Werden ROKiT BMW Motorrad und Bonovo action 2024 noch enger zusammenarbeiten? «Wir haben in der Vergangenheit auch schon viele Daten ausgetauscht. Wir sind auf demselben Level, mit identischem Material. Alle vier Fahrer haben Werksverträge und sind gleichberechtigt», stellte der Brite gegenüber SPEEDWEEK.com klar.

Bei den Tests wären trockene Bedingungen wichtig, damit vor allem Neuzugang Toprak Razgatlioglu möglichst viele Runden auf der M1000RR absolvieren und sich an das Bike gewöhnen kann. Anfang Dezember des letzten Jahres, als der Türke die Gelegenheit hatte seine ersten Erfahrungen mit dem bayerischen Superbike zu machen, war das Wetter alles andere als optimal: Sowohl in Jerez und Portimao als auch beim kurzfristig eingeschobenen Test in Valencia fand das BMW-Werksteam regnerische Bedingungen vor.

«Dazu kam, dass wir davor eingeschränkt waren wegen der Vertragssituation von Toprak. Aber so war es eben, wir haben das akzeptiert», sagt Muir rückblickend. «Jede Minute, die Toprak auf dem Bike bekommt, ist sehr wertvoll. Wir brauchten diese ersten Erfahrungen im Dezember, um beispielsweise seine Ergonomie anzupassen – die Positionierung des Tanks und des Sitzes. Wir hatten dafür sehr wenig Zeit, das Wetter war leider schlecht. Jetzt sind wir am 24. und 25. Januar in Jerez. Alles in allem sind wir noch nicht ganz da, wo wir gerne sein würden, es gibt noch jede Menge zu tun.»

Viele Teams der Superbike-WM haben sich für 2024 personell neu aufgestellt, mit Marc VDS Ducati ist ein Neueinsteiger dabei. Die neuen Regeln, wie das Mindestgewicht von Motorrad und Fahrer in voller Montur, haben ebenfalls Einfluss auf die Kräfteverhältnisse in der seriennahen Meisterschaft. Die Spannung vor dem Saisonstart am 23. Februar auf Phillip Island ist groß. «Ich bin schon gespannt, wie die Gewichtssituation für Alvaro Bautista funktioniert», ist Muir neugierig. «Gleichzeitig haben wir sechs schnelle Ducati in der Startaufstellung. Sam Lowes kann sehr schnell sein, Danilo Petrucci hat seine Pace gefunden letztes Jahr. Und wenn Remy Gardner seine Form vom Ende der letztjährigen Saison in die neue mitnehmen kann, wird auch er stark sein. Ehrlich gesagt, wird jedes Podium hart umkämpf sein. Wir wissen nicht, wie gut sich Jonathan Rea an sein Bike anpassen kann und ob er damit in der Lage ist, die letzten zwei Zehntelsekunden herauszuholen – wir wissen alle, wie hart das ist. Kann dies wiederum Toprak schaffen mit der BMW? Die Gewichtssituation bei Bautista, Jonathan mit der Yamaha – wir werden sehen, es ist sehr aufregend.»

In Anbetracht dieser Fakten, wie schätzt Muir die Chancen von Toprak ein, die Weltmeisterschaft zu gewinnen? «Es ist realistisch, dass wir Rennen gewinnen und sehr oft auf dem Podium stehen. Aber wir sind im ersten gemeinsamen Jahr, es benötigt Zeit, sich anzupassen. Was immer es braucht, wir passen das Bike so an wie Toprak es benötigt. Die Weltmeisterschaft 2024 zu gewinnen ist eine sehr große Aufgabe, nur Toprak weiß, ob er das schafft.»


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