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Andrea Locatelli (3./Yamaha): Viele Fragezeichen

Von Kay Hettich
Andrea Locatelli hielt die Yamaha-Fahne beim Phillip-Island-Test hoch

Andrea Locatelli hielt die Yamaha-Fahne beim Phillip-Island-Test hoch

Beim Phillip-Island-Test stellte Andrea Locatelli das beste japanische Motorrad auf Platz 3. Der Yamaha-Pilot macht sich Gedanken, ob die Reifen beim Saisonauftakt der Superbike-WM 2024 die volle Renndistanz durchhalten.

Lange mussten die Superbike-Piloten bangen, ob sie am Dienstag für einen Testtag auf dem Phillip Island Circuit ausrücken können. Die Erleichterung war groß, als am frühen Morgen die Container mit den Reifen von Pirelli im Fahrerlager eintrafen und der letzte Test vor dem Saisonauftakt stattfinden konnte.

Am Ende des Tages sorgte BMW-Pilot Toprak Razgatlioglu in 1:28,511 min für die Bestzeit, nur unwesentlich langsamer Rookie Nicolò Bulega mit der Aruba.it Ducati. Als Dritter büßte Andrea Locatelli mit der Yamaha R1 0,324 sec ein und war damit der mit Abstand schnellste Pilot eines japanischen Fabrikats. Der Italiener war 0,376 sec schneller als Kawasaki-Werkspilot Alex Lowes (5.) und sogar 0,564 sec als Remy Gardner (9.) mit der zweitbesten Yamaha.

Fraglich ist jedoch, wie die Piloten hinsichtlich des Reifenverschleißes aufgestellt sind. Besonders der Hinterreifen ist auf Phillip Island großen Strapazen ausgesetzt, außerdem wurde die Rennstrecke im Dezember neu asphaltiert.

«Der erste Tag auf Phillip Island und mein Bike funktioniert prächtig und mein Gefühl ist wahrlich nicht schlecht», sagte Locatelli in kleiner Journalistenrunde. «Wir werden sehen, was am Wochenende dabei herauskommt. Wegen des Asphalts ist es aber schwierig, etwas vorherzusagen. Am Vormittag war der Reifenverschleiß enorm, am Nachmittag war es weniger und bis zu den Rennen werden sich die Bedingungen wahrscheinlich weiter verändern. Also werden wir auf die Entscheidung von Dorna und Pirelli warten, ob wir verkürzte Rennen haben werden.»

Neu 2024 ist die Reduzierung der Benzinmenge von 24 auf 21 Liter. Über die volle Renndistanz ist dies eine zusätzliche Komponente, wenn manche Hersteller möglicherweise Leistung kappen müssen.

«Für uns wäre es wahrscheinlich besser, die volle Distanz zu fahren. Fahren wir weniger Runden, könnten andere mehr Leistung von ihren Bikes abrufen», grübelte der 27-Jährige. «Im Moment kann man nicht abschätzen, welche Pace wir fahren können. Das Problem ist, dass wir Piloten den Reifen während der Fahrt nicht sehen können, ob sich Blasen bilden. Ich würde gerne 22 Runden fahren, aber der neue Asphalt ändert alles. Man sieht ja an den Rundenzeiten, wie hoch das Gripniveau ist.»


Kombinierte Zeiten Superbike-WM-Test Phillip Island, 20. Februar
Pos Fahrer Motorrad Zeit Diff
1. Toprak Razgatlioglu (TR) BMW 1:28,511 min
2. Nicolo Bulega (I) Ducati 1:28,585 + 0,074 sec
3. Andrea Locatelli (I) Yamaha 1:28,835 + 0,324
4. Andrea Iannone (I) Ducati 1:29,001 + 0,490
5. Alex Lowes (GB) Kawasaki 1:29,211 + 0,700
6. Michael Rinaldi (I) Ducati 1:29,213 + 0,702
7. Alvaro Bautista (E) Ducati 1:29,278 + 0,767
8. Scott Redding (GB) BMW 1:29,370 + 0,859
9. Remy Gardner (AUS) Yamaha 1:29,399 + 0,888
10. Axel Bassani (I) Kawasaki 1:29,406 + 0,895
11. Sam Lowes (GB) Ducati 1:29,432 + 0,921
12. Danilo Petrucci (I) Ducati 1:29,468 + 0,957
13. Dominique Aegerter (CH) Yamaha 1:29,648 + 1,137
14. Michael vd Mark (NL) BMW 1:29,716 + 1,205
15. Jonathan Rea (GB) Yamaha 1:29,966 + 1,455
16. Xavi Vierge (E) Honda 1:29,977 + 1,466
17. Philipp Öttl (D) Yamaha 1:29,986 + 1,475
18. Garrett Gerloff (USA) BMW 1:30,381 + 1,870
19. Iker Lecuona (E) Honda 1:30,468 + 1,957
20. Bradley Ray (GB) Yamaha 1:30,559 + 2,048
21. Tito Rabat (E) Kawasaki 1:31,029 + 2,518
22. Tarran Mackenzie (GB) Honda 1:31,580 + 3,069
23. Adam Norrodin (MAL) Honda 1:32,088 + 3,577

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