Alex Lowes über Misano-Podium: «Mega für Kawasaki!»
Mit Sorge blickte Kawasaki auf das Superbike-Meeting auf dem Misano World Circuit, doch sie war unbegründet. Aushängeschild Alex Lowes holte die bestmöglichen Ergebnisse, darunter sogar einen Podestplatz im Superpole-Rac
Die Teams waren sich einig: Misano wird der erste echte Gradmesser der Superbike-WM 2024, denn bei den vorherigen drei Meetings gab es besondere Faktoren, die eine reelle Einschätzung der Kräfteverhältnisse schwierig machten: Zu viel Grip auf Phillip Island, wenig Grip in Barcelona und in Assen war es bitterkalt und es regnete.
Am vergangenen Wochenende waren die Bedingungen, wie man sie in einem Juni in Italien erwartet: Viel Sonnenschein und ein heißer Asphalt. Verhältnisse, auf die sich Kawasaki im Winter intensiv vorbereitet hat. Bisher bestand große Unsicherheit, ob diese Arbeit erfolgreich war. Die Antwort lieferte Alex Lowes auf der Rennstrecke: In den Hauptrennen die Plätze 5 und 4, im Superpole-Race stürmte der Engländer sogar als Dritter auf das Podium!
Objektiv betrachtet sind das die bestmöglichen Ergebnisse mit der doch schon betagten ZX-10RR, auch wenn die Kawasaki-Schwäche – nämlich der Reifenverschleiß bei Hitze – noch nicht völlig ausgemerzt ist.
"Das kürzere Sprintrennen erlaubte mir, die Front ein wenig mehr zu strapazieren. In den längeren Rennen musste ich mich im Vergleich zu den anderen Jungs etwas zurücknehmen", erklärte der 33-Jährige. "Aber ich genieße es wirklich. Auf dem Podium zu stehen und nicht zu weit von den beiden Jungs ganz vorn entfernt zu sein, ist mega für uns. Und Misano ist nicht unsere stärkste Strecke."
Der WM-Vierte weiter: "Im zweiten Rennen war ich den größten Teil des Rennens dabei, aber gerade in den letzten Runden war Álvaro auf einem anderen Level als ich und ich musste den vierten Platz akzeptieren. Trotzdem habe ich den Tag sehr genossen, denn meine Pace war gut. Toprak und Nicolò konnten sich im zweiten Rennen früh absetzen. Also habe ich versucht, in der Mitte des Rennens mein Tempo zu halten und in den Runden 12 bis 18 zu attackieren. Ich hatte aber nicht die Pace, um auf das Podium zu fahren. Ich habe großen Respekt vor dem Team und Kawasaki, denn sie haben wirklich hart gearbeitet. In den vergangenen Jahren schienen die heißen Bedingungen das Problem für uns zu sein, aber an diesem Wochenende sah es so aus, als würde unser Motorrad wirklich gut funktionieren, selbst wenn es rutschig und schmierig ist."
Erstaunlich: 2023 hat Lowes in den ersten vier Superbike-Events 62 WM-Punkte eingefahren. In diesem Jahr hat er exakt doppelt so viele und belegt in der Gesamtwertung Rang 4. Mit 124 Punkten hat er kommode 30 Punkte Vorsprung auf den fünftplatzierten Andrea Locatelli (Yamaha).
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