Danilo Petrucci (Ducati): «Das macht mir Angst»
Danilo Petrucci (Barni Ducati) fuhr am ersten Trainingstag der Superbike-WM in Portimão die schnellste Zeit. Trotz seiner starken Leistung hat der Italiener immer noch mit den Nachwirkungen seiner Verletzung zu kämpfen.
Bereits am Vormittag des ersten Trainingstages auf der spektakulären Strecke an der Algarve lief es gut für Petrucci – im FP1 fuhr er mit 1:41,307 min die viertschnellste Zeit. Am Nachmittag gelang ihm eine deutliche Steigerung und war mit 1:40,681 min der Schnellste – mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,023 sec auf Alvaro Bautista (Ducati).
"Ich war ein wenig besorgt, denn letztes Jahr habe ich mich schwer getan auf dieser Strecke – obwohl das zweite Rennen damals nicht so schlecht war. Auch der Test im Februar dieses Jahres war gut", blickte der Italiener zurück. "Heute waren wir immer in der Top-Gruppe. Für mich ist es sehr wichtig, auch auf dieser Strecke vorne zu sein. Früher war es eine meiner Lieblingsstrecken aber seit ich hier mit der MotoGP und der Superbike-WM fahre, war es nicht immer gut."
Letztes Jahr war sein bestes Ergebnis der sechste Platz im zweiten Hauptrennen. Dieses Jahr soll es besser werden. "Ich bin zuversichtlich und glücklich und habe ein gutes Gefühl mit dem Bike. Immer, wenn wir Anpassungen am Bike gemacht haben, haben wir einen Schritt nach vorne gemacht", freute sich Petrucci.
Dementsprechend hoch sind seine Erwartungen für die Rennen: "Ein Top-5-Ergebnis wäre gut aber ich würde natürlich gerne auf dem Podium stehen", so der 33-Jährige Routinier. "Im Vergleich zu Most und Donington haben wir hier einen größeren Reifenverschleiß – deshalb wird das Reifenmanagement ein Schlüsselfaktor sein. Wir sind sehr schnell, aber es ist ein sehr langes Rennen – die Strecke ist sehr kräfteraubend und wir haben viel zu kämpfen mit dem Bike."
Dazu kommt, dass Petrucci immer noch mit den Nachwirkungen seiner Verletzung zu kämpfen hat. Zur Erinnerung: er hatte sich am 11. April bei einem Motocross-Sturz rechts das Schlüsselbein und Schulterblatt gebrochen. "Ich bin zu 95 Prozent fit, aber mit meiner Schulter fühle ich mich eingeschränkt und kraftlos. Ich muss auf dieser Strecke alles mit dem rechten Arm bewerkstelligen und fühle mich sehr müde – das macht mir etwas Angst", gab Petrucci zu.
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