Superbike WM • Neu
Der BMW-Vorstand hat entschieden: Wie es in der Superbike-WM weitergeht
Nach seinem Sturz in Lauf 1 gewann Nicolò Bulega beim Superbike-Meeting in Magny-Cours beide Sonntagsrennen. Der Ducati-Pilot wusste, dass er die Abwesenheit von Toprak Razgatlioglu (BMW) zu seinem Vorteil nutzen musste.
Nicolò Bulega hielt sich am Sonntag mit Siegen im Superpole-Race und im zweiten Lauf in Magny-Cours schadlos. Dass der Superbike-Rookie derart überzeugend auftrumpfte, war nach seinem Highsider im ersten Rennen am Samstagnachmittag nicht selbstverständlich. Fiel der Sieg im Sprint mit nur 0,1 sec Vorsprung auf den starken Alex Lowes (Kawasaki) noch knapp aus, distanzierte der 24-Jährige am Nachmittag die Konkurrenz innerhalb nur sechs Runden bereits um fast 3 sec, die er anschließend kontrollierte und ins Ziel brachte.
"Ich muss mich bei den Ärzten im Medical-Center bedanken, denn nach dem Sturz haben sie mir großartig geholfen", betonte der Ducati-Pilot im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Der Sturz am Samstag war heftig und ich hatte Schmerzen im Nacken und der Schulter. Am Montag werde ich zu Hause weitere Untersuchungen machen lassen, oberste Priorität war aber, dass ich fahren konnte. Mein Start war gut und ich fühlte mich stark und schnell, dennoch war es schwierig. Das Wetter war merkwürdig und ich habe keine Erfahrung damit, wenn sich die Bedingungen an einem Wochenende so oft ändern."
Am Samstag war sich Bulega nicht einmal sicher, ob er das Rennwochenende überhaupt fortsetzen kann. "Samstag war echt hart, auch weil der Sturz unerwartet war. Als ich im Bett lag, habe ich darüber nachgedacht, ob ich überhaupt fahren kann. Ich musste den Schalter im Kopf umlegen, das war vielleicht sogar das Schwierigste", gab der Italiener zu. "Dass der Sonntag so gut lief, kann ich mir selbst kaum erklären. Im nassen Warm-up fuhr ich eine einzige Runde, nur um zu sehen, wie ich mich auf dem Motorrad fühle – es war nicht so schlecht, auch wenn ich noch etwas Schmerzen hatte."
Bulega fuhr erstmals zwei Siege an einem Wochenende ein. Es war sein erster Doppelsieg in der Superbike-Kategorie und weil Toprak Razgatlioglu (BMW) fehlte (Sturz am Freitag), machte der aktuelle Supersport-Weltmeister mit einem Schlag 37 Punkte auf den WM-Leader gut. "Seit meinem ersten Sieg in Australien sind einige Monate vergangen", schmunzelte der Italiener. "Zweite Plätze hatte ich genug, aber natürlich hatte ich den Vorteil, dass Toprak nicht fahren konnte. Es war eine gute Gelegenheit, Punkte auf ihn aufzuholen, wobei er immer noch einen großen Vorsprung hat."
Eine Randnotiz: Durch den Ausfall im ersten Rennen endete Bulegas makellose Serie von Platzierungen in den Punkterängen. Bis Magny-Cours war er der Einzige, der in jedem Rennen Punkte holte.
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