Remy Gardner (3./Yamaha): Assen ein gutes Pflaster
Yamaha-Pilot Remy Gardner wiederholte als Dritter im zweiten Lauf der Superbike-WM 2025 in Assen sein Erfolgserlebnis vom Vorjahr. Für ihn ist der TT Circuit eine Paradestrecke der R1.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Es war eine Rückkehr auf das Podest, die sich Remy Gardner redlich verdient hat: Im zweiten Hauptrennen der Superbike-WM 2025 in Assen fuhr der Australier ein starkes Rennen, hielt sich in der Spitzengruppe und wurde am Ende Dritter. Es ist sein erstes Podium in dieser Saison und erneut auf jener Strecke, auf der er schon 2024 auf dem Treppchen stand.
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Der Weg dorthin war alles andere als leicht. Nach Platz 8 im ersten Rennen am Samstag und Rang 7 im nassen Superpole-Race hatte Gardner das nötige Gesamtpaket geschnürt. "Am Samstag war das Vorderrad nach sechs Runden zerstört. Wir haben etwas am Set-up geändert, damit es vorn ruhiger ist, und es hat sich ausgezahlt", erklärte Gardner. "Es war viel stabiler beim Bremsen." Von Beginn an fuhr der GRT-Yamaha-Pilot in der Spitzengruppe mit, lag zeitweise sogar auf Rang zwei. Im Laufe des Rennens entwickelte sich ein Zweikampf mit Ducati-Werkspilot Alvaro Bautista, der sich letztlich durchsetzte. Gardner verteidigte aber souverän Rang 3 – auch, als Sam Lowes (Ducati) in den letzten beiden Runden noch einmal Druck machte. "Das war kein einfacher Tag, aber ich habe alles gegeben."
Der Australier betonte, dass die Charakteristik des TT Circuit in Assen der Yamaha entgegenkommt. "Die Strecke ist schnell, flüssig, mit vielen Kurven, da kannst du das Vorderrad belasten. Das ist die Stärke der Yamaha", erklärte er. "Und es gibt kaum Stop-and-Go-Ecken, das hilft uns."
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Gardner hatte sich das ganze Wochenende sukzessive gesteigert und machte aus der schwierigen Ausgangslage das Beste. "Im Sprintrennen habe ich offen gesagt meine Eier abgefahren, das war fast wie Flat-Track", lachte er. "Aber das hat mir eine gute Startposition verschafft."
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Trotz des Erfolgs bleibt der Australier selbstkritisch. Er betont, wie viel er noch von Markenkollege Andrea Locatelli lernen kann, dem bisher stärksten Yamaha-Piloten in diesem Jahr. "Sein Stil passt perfekt zur Yamaha. Viel Kurvenspeed, weniger auf dem Gas, mehr auf den Schwung achten – da ist er stark", so Gardner. "Ich musste meinen Stil in den letzten zwei Jahren anpassen. Aber ich bin sicher, wenn ich das bekomme, was ich technisch brauche, kann ich richtig schnell sein."
Dass dieser Podiumsplatz für Gardner mehr als nur ein statistischer Erfolg ist, zeigt sein Rückblick auf die vergangenen Monate: "Es waren harte zehn Rennen. Seit Magny-Cours letztes Jahr hatte ich kein gutes Gefühl mehr. Dann die Handverletzung, Rücken-OP, Saisonfinale verpasst, Couch statt Motorrad, und dann die ersten zwei Saisonevents 2025 ohne Ergebnisse. Das war auch mental nicht leicht." Doch mit seinem Auftritt in Assen ist Gardner zurück im Geschäft. "Wir haben durchgehalten – und heute hat sich das ausgezahlt. Ich bin zurück auf dem Podium."
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Trotz seiner beiden Ausfälle bleibt Nicolò Bulega (Ducati) an der Spitze der Weltmeisterschaft. Remy Gardner sammelte in Assen 27 Punkte und hat nun insgesamt 33 Zähler. Damit rangiert der Australier auf Platz 15 der Gesamtwertung und ist zweitbester Yamaha-Pilot.
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