Marco Melandri: Bei BMW herrscht Stillstand

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Geht BMW in der Entwicklung der S1000RR gegen Kawasaki und Aprilia schon jetzt die Luft aus? Marco Melandri kritisiert, dass es seit Ende letztes Jahr keine Fortschritte gibt.

Zwei Siege und sechs Podestplätze in dieser Saison sind für BMW-Werksfahrer Marco Melandri nicht genug, um mit Tom Sykes (Kawasaki) und Sylvain Guintoli (Aprilia) im Titelkampf Schritt zu halten.

Nach 14 von 30 Superbike-WM-Läufen liegt der BMW-Star in der WM bereits 53 Punkte hinter dem neuen Leader Tom Sykes, 47 hinter dem Zweitplatzierten Sylvain Guintoli.

Zwei vierte Plätze von Melandri in Imola lassen sich schwerlich als schlechtes Ergebnis bezeichnen. Doch gegen die Top-2 der WM hatte der Italiener in den Rennen am gestrigen Sonntag nie eine Chance. «Wir wusste, dass es ein sehr schwieriges Rennen für uns wird, so kam es dann auch», erzählte der letztjährige WM-Dritte SPEEDWEEK.com. Erzfeind Chattering setzte Melandri und seiner BMW S1000RR zu.

Anfang Mai auf das alte Chassis gewechselt

«Wir wissen noch nicht, ob das Chattering ein Imola-Problem war, oder ob es ein generelles ist», bemerkte der 30-Jährige. «In Portimão hatten wir kaum Chattering, dafür aber alle anderen Probleme, die wir auch in Imola hatten. Das Motorrad ist nicht stabil, es wackelt zu arg, der Seitengrip ist nicht sehr gut, das alles macht es sehr schwierig.»

Marco Melandri war nach dem schlechten Saisonbeginn so unzufrieden mit dem neuen Chassis, dass er für die Rennen in Monza Anfang Mai das letztjährige Chassis ausgraben ließ. Seither ist er damit unterwegs. Seine Beurteilung der Motorradentwicklung in diesem Jahr fällt entsprechend aus: «Alle arbeiten hart, aber wir sind auf dem gleichen Stand, wie wir die Saison letztes Jahr beendet haben.»

Wie zahlreiche andere Teams wird BMW heute in Imola testen. Melandri klammert sich an die Hoffnung auf Besserung: «Wir probiere eine neue Schwinge und neue Gabelbrücken. Wir arbeiten hart, haben letzten Winter aber viel Zeit verloren.»

Ob er damit auf die Umstrukturierung des BMW-Werksteams und den damit verbundenen Umzug von Stephanskirchen nach Italien anspielt, lässt Melandri aus Rücksicht auf seinen Arbeitgeber unkommentiert.

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