Partyking mit Schlafmangel

Kolumne von Roland Resch
Superbike-WM
Das Flair in Donington ist ganz besonders

Das Flair in Donington ist ganz besonders

Um 15 Uhr standen wir am Donnerstag in Wien am Flughafen, als uns Easyjet sagte, dass es am Flugzeug einen Bremsdefekt gibt.

Der Abflug wurde immer weiter hinausgezogen. Wenigstens bekamen wir eine Einladung zu einem Wirt am Flughafen. Um 23 Uhr sind wir dann endlich abgehoben. Nach langem Suchen fanden wir am Flughafen London Luton dann auch endlich unseren Mietwagen, morgens um halb sechs Uhr war ich dann im Bett. Das war mein Donnerstag – echt lässig.

Am Freitag war ich fertig. Ich hatte nur drei Stunden geschlafen, hatte den ganzen Tag zittrige Hände wegen des Schlafmangels. Das war unglaublich beschissen. Für eine Partymaschine wie mich sollte das kein Problem sein. Wenn man aber in der Woche zuvor auch nur jeweils drei Stunden gepennt hat ... Spass beiseite: Es war schon hell, als ich in Donington ankam und ich habe in den drei Stunden, in denen ich ablag, auch nicht wirklich geschlafen. Ich habe also quasi durchgemacht. Bei dem Niveau, auf dem in der WM gefahren wird, kann man so eine Vorbereitung vergessen.

Dann begann es am Freitag auch noch zu regnen. Eigentlich positiv für mich. Weil wir aber so wenige Mechaniker haben, ist so was für uns sauschwer, weil man in kurzer Zeit viel umbauen muss. Ich habe also im Nassen ohne Regen-Set-up trainiert. Dann ging auch noch eine Ölleitung auf, weswegen ich fast gestürzt bin. Im Qualifying wurde ich dafür endlich mal nicht Letzter. 2,8 sec Rückstand auf den Schnellsten ist nicht so schlecht, ich bin happy.

Donington ist meine erklärte Lieblingsstrecke. Vor allem das Flair in England ist unglaublich. Man kann in diesem Land den Motorsport förmlich riechen, die Leute leben ihn. Das ist faszinierend.

Überall sind alte Gemäuer, kleine Bars, lauter Knusperhäuschen. Dieses Flair finde ich sehr anziehend.
 
An der Strecke selbst gefällt mir, dass man überall spät bremsen kann. Dann lässt man das Motorradl reinrollen, richtet es auf und gibt Gas. Die Strecke fliesst richtig, hat keine Ecken. Das Driften habe ich auch im Griff, es kostet mich aber zu viel Zeit. Für die Zuschauer ist das natürlich lustig. Wenn man die Entscheidung hat, ob man driftet und der King bei den Zuschauern ist, oder lieber 1/10 sec findet, ist es ganz klar – man driftet!

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