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Ichiro Yoda: Kawasaki wünscht sich mehr Freiheiten
Das technische Reglement der Superbike-WM wird sich für 2015 gravierend ändern. Kawasaki-Rennchef Ichiro Yoda über Vor- und Nachteile für seine Firma.
Superbike WM
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Kawasaki hat sich in der Superbike-Weltmeisterschaft prächtig entwickelt. Noch vor nicht allzu langer Zeit konnte man kaum mit starken Resultaten glänzen, mittlerweile aber gilt die Kawasaki als das schnellste Motorrad im Feld. Tom Sykes wurde 2012 Vizeweltmeister, letztes Jahr Weltmeister und auch aktuell führt der Engländer die WM an.
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Verantwortlich für diese Wandlung ist Ichiro Yoda. Natürlich verfolgt der Rennsport-Chef von Kawasaki nun mit großem Interesse, wie sich das zukünftige Reglement der Superbike-Weltmeisterschaft entwickelt. "Für 2015 dürfen wir das Motor-Management-System, also die Elektronik, beibehalten. Das ist gut für uns", sagte Yoda zu SPEEDWEEK.com. "Bei unseren Serienmotorrädern wird die Gas-Kontrolle derzeit nicht durch Ride-by-wire, also über Funk, gesteuert. Aber für 2015 ist Ride-by-wire erlaubt. Auch das kommt uns entgegen." Wenig erfreut zeigt sich Yoda dagegen von den neuen Vorschriften für die Kurbelwelle. Nach dem aktuellen Superbike-Reglement darf das Trägheitsmoment der Kurbelwelle gegenüber dem Serienbike gesenkt werden, Kawasakis schafft das um zirka 15 Prozent. Im nächsten Jahr jedoch ist nur noch eine geringe Abweichung von der Serien-Kurbelwelle gestattet. Für Kawasaki, so Yoda, bedeute dies, dass man wohl auf eine Kurbelwelle Stand 2012 zurückgehen müsse.
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Doch gerade die Vorschriften bezüglich der Kurbelwelle seien für Kawasaki von zentraler Bedeutung, betont Yoda. Der Kawasaki-Motor sei in seinem Grundlayout nun mal auf die Kundschaft auf der Straße ausgerichtet – und nicht so sehr auf den Rennsport. Darum würde Kawasaki hier ein Handicap gegenüber der Konkurrenz mit sich herumschleppen. Die Kawasaki bezeichnet Yoda als einen guten Kompromiss zwischen Straßen- und Rennmotorrad.
Yoda betont, dass für ein Superbike mehr technische Freiheiten geschaffen werden sollten, als es die Regeln für 2015 vorsehen. "In einer Top-Serie wie der Superbike-Weltmeisterschaft sollten auch spezielle technische Lösungen zugelassen werden, die bei einem Straßen-Motorrad nicht vorzufinden sind", unterstreicht Yoda, der jedoch gleichzeitig betont, dass er den Ansatz der Reglements-Macher, für eine längere Lebensdauer der Motoren sorgen zu wollen, nachvollziehen könne.
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