Polnische Liga: Landshut gegen Posen überragend

Von Claudia Patzak
Die Landshuter Norick Blödorn und Marius Hillebrand

Die Landshuter Norick Blödorn und Marius Hillebrand

Das Trans MF Landshut Devils haben ihr Heimrennen in der polnischen Speedway-Liga gegen SpecHouse PSZ Posen mit 58:32 Punkten souverän gewonnen. Der Rückkampf ist am 8. August.

Am vergangenen Samstag absolvierten die Trans MF Landshut Devils bei bestem Speedwaywetter vor knapp 750 Zuschauern ein Rennen nach dem Geschmack von Fans, Verantwortlichen und Fahrern, und das in knapp zwei Stunden einschließlich Bahndienstpausen. Gegen den direkten Tabellennachbarn, SpecHouse PSZ Posen, wollten die Devils einen weiteren Heimsieg landen und starteten ideal in die Partie. Kai Huckenbeck und Tobias Busch holten gegen Lars Skupien und Rafal Kraczmarz zum Auftakt ein 5:1; ihre Kollegen Norick Blödorn und Marius Hillebrand sowie Dimitri Berge und Martin Smolinski taten es ihnen gleich. Heat 3 bot bereits einen Spannungshöhepunkt, als Posens Kevin Wölbert beim Start am besten wegkam, dann aber von Berge außen und Smolinski innen bedrängt wurde. Auf der Gegengerade waren alle drei gleichauf, bevor sich Berge als Erster in die Kurve legte und Smolinski dahinter absicherte. Nach einem 3:3 in Heat 4 ging es bei einem Punktestand von 18:6 für die Devils in die erste Bahndienstpause.

Anschließend hielten die Devils die Gäste zunächst auf Distanz, ließen aber einige wichtige Punkte liegen. So blieb Busch beim Start stehen, während Kollege Smolinski gegen Lars Skupien und Robert Chmiel einen Start-Ziel-Sieg holte. Dasselbe wiederholte Berge, während Blödorn, der sich nach schlechtem Start gegen Rafal Kraczmarz von 4 auf 3 vorgekämpft hatte, in der Zielkurve plötzlich an Speed verlor und auf den letzten Platz zurückfiel.

In Heat 7 ereilte Michael Härtel, bereits mit einer Verwarnung belastet, das Pech der zu frühen Bewegung in der Grünphase, was Kevin Wölbert und Kacper Klosok den ersten Sieg der Gäste ermöglichte. Huckenbeck hatte immer wieder Angriffe gesetzt, kam aber nicht vorbei. Nun nahmen die Gäste Fahrt auf und lagen in Heat 8 unerwartet auf 5:1-Kurs, ehe sich Berge noch an Robert Chmiel vorbeischob und die Devils damit nur zwei Punkte abgaben. Posen konnte den Rückstand auf 8 Punkte verkürzen. Doch nach zwei weiteren 3:3 ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen und sicherten sich mit drei Siegen in den Heats 11 bis 13 bereits vor den letzten beiden Durchgängen den Sieg. In Heat 14 und 15 holten die Landshuter zur Freude der Fans nochmals souveräne 5:1 und beendete das Rennen schließlich mit 58:32 Punkten.

Landshuts Teammanager Klaus Zwerschina und Slawomir Kryom waren zufrieden mit der Leistung ihrer Mannen: «Die gesamte Mannschaft war sich der Bedeutung des Rennens bewusst, entsprechend konzentriert haben sie über das gesamte Rennen eine Top-Performance abgeliefert. Die Art und Weise, wie das Team auf und neben der Bahn zusammengearbeitet hat, war genial und macht Lust auf mehr.»

Nun gilt es, dieses Leistungsniveau bis zum nächsten Heimrennen, das am kommenden Freitag, 23. Juli, um 16 Uhr stattfinden wird, aufrecht zu erhalten. Gegner Dünaburg (Daugavpils) ist nicht einfach, doch mit dem Rückenwind vom Samstag wollen die Devils ihren momentanen vierten Platz in der Tabelle verteidigen und weiter auf Play-off-Kurs bleiben.

Der AC Landshut wird über die Modalitäten des Online-Ticketverkaufs kurzfristig informieren; das Rennen wird auch erneut auf Niederbayern TV übertragen.

Ergebnisse Landshut vs. Posen:

Trans MF Landshut Devils, 58 Punkte:

Kai Huckenbeck: 3; 2; 3; 2; 2 – 12
Michael Härtel: 3; ex; 0; 2 – 5
Tobias Busch: 2; /; 1; 1 – 4
Martin Smolinski: 2; 3; 2; 3; 3 - 13
Dimitri Berge: 3; 3; 2; 3; 3 – 14
Marius Hillebrand: 2; ex; 0 – 2
Norick Blödorn: 3; 0; 3; 2 – 8

SpecHouse PSZ Posen, 32 Punkte:
Rafal Karczmarz: 1; 1; 2; 0 – 4
Jonas Seifert-Salk: 0; 2; 1; - ; 1 – 4
Lars Skupien: 0; 1; 3; 0; ex – 4
Robert Chmiel: 2; 2; 1; 1; 0 – 6
Kevin Wölbert: 1; 3; 3; 2; 1; 1 – 11
Jan Rachubik: 1; 1; ex – 2
Kacper Klosok: 0; 1; 0 – 1

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