Wer bezahlt, bestimmt

Kolumne von Ivo Schützbach
Wieder einmal gibt es viele Diskusionen um die Bundesliga

Wieder einmal gibt es viele Diskusionen um die Bundesliga

Am 25. Oktober 2009 einigten sich die Mitgliedsvereine der Speedway Veranstalter Gemeinschaft (SVG) auf ein Reglement für die Bundesliga 2010.

52 Tage später, am 16. Dezember, veröffentlichte der DMSB das Reglement für die kommende Saison. Dieses weicht allerdings von den Ideen der SVG ab.
Die Vereine reagierten mit Entrüstung auf die bevormundende Art, wie sich der DMSB einmal mehr über die Wünsche der Liga-Macher hinwegsetzte. Seither geistert die Idee des «Elite Cups», einer Bundesliga ohne DMSB, umher.

In den letzten Jahren konnte sich die SVG selten auf einen gemeinsamen Weg einigen, meist suchten die Clubs nur ihren persönlichen Vorteil. Der Bahnausschuss, Arbeitsgemeinschaft Speedway, sah sich jeweils gezwungen, Kompromisse zu finden. «Egal wie wir entscheiden, Prügel bekommen wir sowieso», weiss der Vorsitzende Wolfgang Glas. «Wenn ich schon Schläge einstecken muss, dann für Dinge, die ich auch selbst zu verantworten habe.»
Glas prangert an, dass die SVG nicht über den Tellerrand hinausschaut und es ihnen an Weitsicht fehlt. Also hat man das vorgeschlagene Reglement beim DMSB nach Gutdünken und eigenen Wünschen geändert.

Doch ein altes Sprichwort sagt: «Wer bezahlt, bestimmt die Musik.»
In Serien, in denen die Rechte an einen Promoter verkauft wurden, hat der Weltverband FIM z. B. schon lange nichts mehr zu melden. Gut, die SVG hat weder die Rechte an der Liga gekauft, noch ist sie Promoter. Sie ist aber die Vertretung der teilnehmenden Vereine, der Macher.
Und eines sollte dem DMSB klar sein: Er braucht die Vereine, die brav ihre Gebühren bezahlen. Die Vereine können aber auch ohne DMSB Liga fahren.

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