Speedway-EM: Kolodziej siegt – Madsen schließt auf

Von Manuel Wüst
Beim dritten von vier Finalrennen zur Speedway-Europameisterschaft im polnischen Lodsch hat Janusz Kolodziej seinen zweiten Sieg eingefahren. Der Däne Leon Madsen konnte jedoch Punkte gutmachen.

Der Titelkampf in der Speedway-Europameisterschaft spitzt sich zu. Janusz Kolodziej konnte mit seinem Sieg im polnischen Lodsch, rund 130 km südwestlich von Warschau, seine Führung im Gesamtklassement behaupten, büßte jedoch Punkte ein und führt nur noch hauchdünn vor Leon Madsen. Der Däne war in den Vorläufen mit dem Polen Dominik Kubera, der für den verletzten Kai Huckenbeck in die Serie kam, der überzeugende Fahrer. Madsen gab nur gegen Kolodziej im neunten Lauf einen Punkt ab und stand ebenso wie Kubera direkt im Finale.

Im Hoffnungslauf landeten mit Patryk Dudek und Kolodziej zwei Fahrer, die nach dem zweiten EM-Finale in Güstrow die Wertung angeführt hatten. Das Duo konnte sich gegen Kacper Woryna und Andrzejs Lebedevs durchsetzen und ins Finale einziehen.

Mikkel Michelsen, der als Titelverteidiger nach dem Rennen in Güstrow ebenfalls noch vorne mitmischte, brachte nach einem Auftaktsieg im zweiten Lauf nicht mehr viel auf die Bahn, landete mit sechs Punkten im Mittelfeld und verabschiedete sich aus dem Titelkampf.

Für das Finale wählte Kubera überraschend den weißen Startplatz, von dem in den Vorläufen nicht allzu viel gegangen war, und gewann den Start! Kolodziej kam von außen, fand einen Weg an Kubera vorbei und siegte. Mit dem Sieg in Lodsch holte der 38-Jährige zwar drei Punkte weniger als Madsen, der mit 15 Punkten gemeinsam mit Kubera Topscorer war, konnte aber seine Führung im Gesamtklassement mit einem Punkt Vorsprung behalten.

Vor dem letzten Rennen der Serie am Freitag, 23. September, im tschechischen Pardubitz führt Kolodziej mit 41 Punkten die Wertung vor Madsen (40) an. Dudek auf Rang 3 hat mit 35 Punkten schon sechs Rückstand, Michelsen als Vierter liegt bereits zehn zurück.

Im Kampf um die Top-Fünf, die sich automatisch einen Platz in der Europameisterschaft 2023 sichern, liegt derzeit Bartosz Smektala auf dem fünften Rang. Er hat fünf Punkte Vorsprung auf Piotr Pawlicki, Rasmus Jenen und Dominik Kubera, die ebenso wie der Brite Daniel Bewley und der Schwede Oliver Berntzon mit einem guten Resultat in Pardubitz die Direktqualifikation noch schaffen können.

Ergebnisse Speedway-EM, Finale 3, Lodsch/PL:

1. Janusz Kolodziej (PL), 12 Punkte
2. Dominik Kubera (PL), 15
3. Leon Maden (DK), 15
4. Patryk Dudek (PL), 9
5. Kacper Woryna (PL), 10
6. Andrzejs Lebedevs (LV), 11
7. Bartosz Smektala (PL), 8
8. Rasmus Jensen (DK), 8
9. Daniel Bewley (GB), 8
10. Oliver Berntzon (S), 7
11. Mikkel Michelsen (DK), 6
12. Piotr Pawlicki (PL), 5
13. Dimitri Bergé (F), 5
14. David Bellego (F), 2
15. Vaclav Milik (CZ), 2
16. Adam Ellis (GB), 2
17. Marcin Nowak (PL), 1
18. Jakub Krawczyk (PL), 0

Last-Chance-Heat: 1. Patryk Dudek, 2. Janusz Kolodziej, 3. Kacper Woryna, 4. Andrzejs Lebedevs

Finale: 1. Janusz Kolodziej, 2. Dominik Kubera, 3. Leon Madsen, 4. Patryk Dudek

Stand nach 3 von 4 Rennen:

1. Janusz Kolodziej (PL), 41
2. Leon Madsen (DK), 40
3. Patryk Dudek (PL), 35
4. Mikkel Michelsen (DK), 31
5. Bartosz Smektala (PL), 26
6. Piotr Pawlicki (PL), 21
7. Rasmus Jensen (DK), 21
8. Dominik Kubera (PL), 21
9. Daniel Bewley (GB), 20
10. Oliver Berntzon (S), 20
11. Andrzejs Lebedevs (LV), 18
12. Kacper Woryna (PL), 18
13. David Bellego (F), 15
14. Dimitri Bergé (F), 15
15. Kai Huckenbeck (D), 12
16. Vaclav Milik (CZ), 11
17. Adam Ellis (GB), 7
18. Michael Härtel (D), 5
19. Marcin Nowak (PL), 1

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