Vojens-GP mit Horrorcrash: Artem Laguta jetzt vorne

Von Manuel Wüst
Artem Laguta hat den Speedway-Grand-Prix von Dänemark in Vojens gewonnen und sich die alleinige Führung im WM-Klassement geschnappt. Einen mächtigen Schutzengel hatte Fredrik Lindgren im Gepäck.

Der Speedway-GP kehrte nach einem Jahr Corona-Pause nach Vojens auf die Strecke zurück, wo 1994 das letzte Eintagesfinale ausgetragen wurde. Martin Vaculik kehrte, nachdem er verletzungsbedingt zwei Grands Prix verpasst hatte, ins Line-up zurück. Und Mikkel Michelsen, der als Europameister 2021 sicher im GP 2022 dabei sein wird, war mit Veranstalter-Wildcard am Start. Doch all dies war Nebensache, denn alle Augen waren auf das Duell zwischen WM-Leader und Titelverteidiger Bartosz Zmarzlik und seinen Herausforderer Artem Laguta gerichtet.

Die beiden Führenden nach acht von elf Events gewannen ihre Auftaktläufe und trafen im achten Heat erstmals aufeinander. Laguta gewann deutlich und konnte ein Ausrufezeichen setzen, während Zmarzlik gerade so den zweiten Rang erobern konnte. Da Laguta im vierten und fünften Durchgang Punkte liegen ließ, konnte Zmarzlik die Vorläufe mit 13 Zählern als Top-Scorer abschließen.

Im ersten Halbfinale konnten sich Zmarzlik und Sayfutdinov durchsetzen, während Robert Lambert, der in Vojens seine beste GP-Performance im laufenden Jahr zeigte, ebenso einpacken musste wie der Däne Leon Madsen.

Das zweiten Halbfinale gewann Artem Laguta vor Tai Woffinden. Doch das geriet nach dem höllischen Crash des Schweden Fredrik Lindgren zur Nebensache. Lindgren wurde vom dänischen Wildcard-Fahrer Mikkel Michelsen auf der Start-Ziel-Geraden getroffen und mit dem gesamten Körper vom Sitz auf den Vorderlenker geschleudert. Dass Lindgren dann ohne Kontrolle über sein eigenes Bike mit Vollgas in die Airfences am Kurveneingang und nicht in die Bande krachte, war Glück im Unglück. Dass der Schwede wenige Tage vor seinem 36. Geburtstag nach seinem übel aussehenden Einschlag in die Airfences selbständig ins Fahrerlager laufen konnte, grenzte an ein Wunder. Michelsen wurde als Sturzverursache disqualifiziert und der Lauf ohne Wiederholung gewertet.

Im Finale machte Laguta den besten Start und konnte sich nach der ersten Kurve absetzen, da Zmarzlik zunächst damit beschäftigt war den Russen Emil Sayfutdinov niederzuringen. Zmarzlik konnte Laguta den Sieg in Vojens nicht mehr streitig machen und musste die Führung im Gesamtklassement an den Russen abgeben, der als WM-Spitzenreiter in die letzten beiden Grands Prix im polnischen Thorn (Torun) am 1. und 2. Oktober geht.

Ergebnisse Speedway-GP Vojens/DK:

1. Artem Laguta (RUS), 12 Vorlaufpunkte
2. Bartosz Zmarzlik (PL), 13
3. Emil Sayfutdinov (RUS), 11
4. Tai Woffinden (GB), 10
5. Robert Lambert (GB), 10
6. Fredrik Lindgren (S), 8
7. Leon Madsen (DK), 8
8. Mikkel Michelsen (DK), 11
9. Martin Vaculik (SK), 7
10. Max Fricke (AUS), 7
11. Jason Doyle (AUS), 6
12. Matej Zagar (SLO), 5
13. Maciej Janowski (PL), 5
14. Anders Thomsen (DK), 5
15. Oliver Berntzon (S), 1
16. Krzysztof Kasprzak (PL), 1

Stand nach 9 von 11 Rennen:

1. Artem Laguta (RUS), 158 Punkte
2. Bartosz Zmarzlik (PL), 157
3. Emil Sayfutdinov (RUS), 121
4. Fredrik Lindgren (S), 119
5. Tai Woffinden (GB), 96
6. Maciej Janowski (PL), 95
------------------------------------------------
7. Leon Madsen (DK), 82
8. Max Fricke (AUS), 77
9. Jason Doyle (AUS), 74
10. Anders Thomsen (DK), 63
11. Robert Lambert (GB), 60
12. Martin Vaculik (SK), 53
13. Dominik Kubera (PL), 44
14. Matej Zagar (SLO), 41
15. Oliver Berntzon (S), 20
16. Krzysztof Kasprzak (PL), 19
17. Mikkel Michelsen (DK), 9
18. Gleb Chugunov (RUS), 8
19. Jan Kvech (CZ), 7
20. Aleksandr Loktaev (UA), 6
21. Vadim Tarasenko (RUS), 4
22. Pontus Aspgren (S), 1

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