In Corona-Zeiten: Serien veranstalten E-Sports-Rennen

Von Oliver Müller
Sportwagen
Vier BMW M8 GTE, die beim virtuellen IMSA-Rennen in Sebring starten

Vier BMW M8 GTE, die beim virtuellen IMSA-Rennen in Sebring starten

Das Coronavirus hat die Welt derzeit im Griff und viele Renntermine wurden abgesagt oder verschoben. Die amerikanische IMSA-Serie und die Nürburgring Langstrecken-Serie haben jetzt neue Simulator-Rennen organisiert.

Im Motorsport stehen die Räder derzeit still. Die Rennserien rund um die Globus haben ihre Rennen aufgrund des Coronavirus und dessen Folgen entweder abgesagt oder auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr verschoben. Doch komplett ohne Racing muss man derzeit dennoch nicht auskommen. Denn einige Rennserien haben virtuelle E-Sports-Rennen aufgelegt.

In der amerikanischen IMSA-Serie hätten am heutigen Samstag (21. März) eigentlich die legendären 12 Stunden von Sebring angestanden. Anstatt dessen findet nun eine E-Racing-Version statt, welche auf dem virtuellen 'Sebring International Raceway' ausgetragen wird. Das Feld besteht aus 50 Fahrzeugen, die von echten Rennfahrern an der Konsole gesteuert werden.

Tatsächlich befinden sich darunter auch sehr namhafte Fahrer: So treten beispielsweise sieben ehemalige Sieger der realen 12 Stunden von Sebring an. Auch auch IndyCar-Piloten geben bei dem virtuellen Rennen Vollgas. «Ich freue mich wirklich sehr darauf», erklärt beispielsweise der Brite Richard Westbrook, der einen Ford GT fährt. «Ich bin schon lange in der IMSA gefahren. Als ich die Gelegenheit sah, mich mit dem Ford GT wieder zu vereinen - auch in Sebring - konnte ich darauf nicht verzichten. Ich kann es kaum erwarten, loszulegen und gegen Freunde, alte Teamkollegen und Ex-Konkurrenten anzutreten. Es wird eine Menge Spaß machen.»

Wer sich das Rennen anschauen möchte, der kann auf YouTube gehen. Gemäß der IMSA-Serie soll es hier übertragen werden. Start ist ab 19:30 Uhr MEZ. Das Rennen ist auf anderthalb Stunden ausgelegt. Die Startliste mit den 50 Piloten und deren virtueller Rennwagen kann hier eingesehen werden.

Auch in Deutschland wird am Samstag Sim-Racing betrieben – und zwar auf der virtuellen Nordschleife. Eigentlich hätte die Nürburgring Langstrecken-Serie (früher bekannt als VLN) am heutigen Samstag den realen Saisonauftakt erlebt. Stattdessen gibt es auch hier eine E-Sports-Version.

Dabei sind mehr als 50 Fahrzeuge am Start. Die Liste umfasst viele bekannte Rennteams wie Adrenalin Motorsport, Phoenix Racing, GetSpeed Performance, Sorg Rennsport, Walkenhorst Motorsport, Schubert Motorsport, WS Racing, Raceunion oder MKR-Engineering. Einen echten Werkseinsatz bestreitet BMW mit zwei Fahrzeugen in der GT3-Klasse.

«Auch wenn es absolut notwendig ist, ist es für uns Motorsportler natürlich auch schade, dass wir aktuell zu Hause anstatt an der Rennstrecke sind. Umso mehr freue ich mich, dass uns das Sim-Racing die Möglichkeit bietet, trotzdem an Rennen teilzunehmen. Ich persönlich verbringe im Moment sehr viel Zeit im Simulator. Den Saisonauftakt auf der Nordschleife virtuell und nach dem Original-Reglement auszutragen, finde ich eine tolle Initiative», meint Martin Martin Tomczyk, der einen BMW Z4 GT3 fahren wird.

Das Rennen geht über die gewohnte VLN-Distanz von vier Stunden. Zum Zuschauen stellt die Nürburgring Langstrecken-Serie ebenfalls einen Stream auf YouTube zur Verfügung. Los geht es ab 13:00 Uhr. Die vorläufige Startliste kann hier eingesehen werden.

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