GT-Open: Diesmal Ferrari

Von Oliver Müller
Sportwagen Sonstiges
Rang vier für Philipp Peter und Michael Broniszewski im Ferrari

Rang vier für Philipp Peter und Michael Broniszewski im Ferrari

Pierre Kaffer siegt mit seinem spanischen Teamkollegen Alvaro Barba bei seinem Heimspiel in der Eifel.

Es muss wohl der mediterrane Einfluss der GT Open Meisterschaft gewesen sein, der kurz vor Rennstart des zweiten Wertungslauf den dichten Regen aus der Eifel vertrieb und erstmals am Tag die Sonne hervorzauberte. Davon überrascht wechselte das gesamte Starterfeld noch in der Startaufstellung überhastet auf Trockenreifen.

Sieger des Starts war Richard Lietz im Porsche, der sich gekonnt am Alvaro Barba vorbei schob und die Führung übernahm. Folgen konnte ihm nur Werksfahrerkollege Patrick Pilet im IMSA-Porsche. Aus einem klasse Fight der Beiden ging letztendlich der Franzose Pilet als Sieger hervor. Barba im Ferrari hielt sich geschickt in Schlagdistanz und wechselte sofort nach Öffnung des Boxenstoppfensters auf seinen Nürburgring erfahrenen Teamkollegen Pierre Kaffer. Durch diesen klugen Schachzug konnten beide das Rennen letztendlich auch für sich entscheiden. Die AF Corse Mannschaft hatte wohl das gestrige Rennen und insbesondere den siegreichen IMSA Porsche genau analysiert. Dementsprechend gut gelaunt war dann auch Pierre Kaffer nach dem Rennen. «Wir haben am Anfang erst mal abgewartet und den Wagen in Schlagdistanz zu den führenden Porsche gehalten. Am Ende hat sich das ausgezahlt. Insgesamt war es aber auch trotz des Reifenschadens von gestern ein tolles Rennwochenende für unser Team.»

Profitiert hatten Beide jedoch auch von den Handicap-Sekunden, die Pilet/Narac wegen des Sieges vom Vortag beim Boxenstopp reglementsbedingt absitzen mussten. So reichte es für die Porsche Fahrer nach starkem Schlussspurt von Raymond Narac nur noch für den dritten Gesamtrang. Wäre das Rennen nur eine Runde länger gewesen, hätte der graumelierte Franzose die zweitplatzierten Markenkollegen Lietz/Roda noch abfangen können. Mit einem starken Überholmanöver gegen Rennende stürmte Philip Peter im Kessel Ferrari noch auf den vierten Rang.

Das Rennen der GTS Klasse (GT3 Fahrzeuge) schien zunächst eine sichere Sache für das in unmittelbarer Nähe des Nürburgrings beheimatete Phoenix Teams zu sein. Startfahrer Marcel Tiemann setzte sich kontinuierlich von der Konkurrenz ab und wollte seinem US-amerikanischen Teamkollegen Jim Matthews den Weg zum Sieg ebenen. Bei der Anfahrt zum Boxenstopp blieb der Wagen jedoch in der Boxeneinfahrt kurz stehen. «Ich konnte auf einmal nicht mehr schalten und musste den Wagen komplett ausschalten und wieder neu starten.», äußerte ein sichtlich angefressener Tiemann nach dem Rennen gegenüber SPEEDWEEK.

So gewannen, wie bereits am Samstag Jean Philippe Dayraut und Stephane Ortelli vor ihren Teamkollegen Petit/Scheier auf Ferrari. Ein dritter Klassenrang des Autorlando 997 GT3R von Gruber/ Deverikos rundete ein erfolgreiches Wochenende für Porsche in der Eifel ab.

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