Neues Heck: Feinschliff am Audi R8 LMS ultra

Von Tom Vorderfelt
Sportwagen Sonstiges
Mächtiger Diffusor: Audi R8 LMS ultra Modelljahr 2013

Mächtiger Diffusor: Audi R8 LMS ultra Modelljahr 2013

Grosse Modellpflege am GT3-Renner von Audi für die Saison 2013.

Nur eine Saison nachdem Audi den R8 im GT3-Trimm nach drei Dienstjahren mit der «ultra» Version im vergangenen Jahr modernisiert hat, steht für die Saison 2013 schon wieder eine umfangreiche Modellpflege an. Besonders dem Heck hat sich die für den R8 LMS ultra zuständige quattro GmbH aus Heilbronn-Biberach angenommen und dem Mittelmotormotorsportler eine deutlich überarbeitete Aerodynamik verpasst.

Der in seiner Geometrie unveränderte Heckflügel ist nun hängend montiert und neu positioniert. Durch die «Schwanenhals» Aufhängung ist der 100 mm über das Heck hinausragende Flügel effizienter und weniger empfindlich gegen Schräganströmung.

Eine Neuentwicklung ist der hintere Diffuser. Er gliedert sich in einen zentralen Sektor und je zwei rechts und links verlaufende Kanäle, um eine optimale Diffusion der Luft zu erzielen. Die Auspuff-Endrohre sind nun nach oben verlegt worden.

Der Vorderwagen ist aerodynamisch ebenfalls effizienter gestaltet, auch wenn die Änderungen kaum auffallen. Ein neues Unterboden-Element leitet die Luft noch gezielter in die beiden Radhäuser. Durch Gitter (Louvres) in der Haube über den Vorderrädern werden die Radkästen entlüftet. Die neue Form der Außenspiegel hilft, den Luftwiderstands-Beiwert weiter zu verbessern. Als Ergebnis der verbesserten aerodynamischen Effizienz konnte die Höchstgeschwindigkeit des Audi R8 LMS ultra gesteigert werden.

Eine neue Fahrwerkskinematik an der Vorderachse verringert die Tendenz, dass der Rennwagen beim Anbremsen eintaucht. Die Radaufhängungen mussten zu diesem Zweck nicht verändert werden. Lediglich die Konsolen zu ihrer Befestigung am Chassis sind überarbeitet.

Mehrere Vorteile vereinen die neuen Räder auf sich: Die Aluminium-Schmiedefelgen erlauben wie in der DTM eine Befestigung durch Stahlmuttern. Das optimiert die Boxenstopps deutlich. Durch die FIA-Homologation darf diese Lösung, die bislang nur bei den 24-Stunden-Rennen am Nürburgring und in Spa erlaubt war, in allen Serien genutzt werden. Auch wiegt jede neue Felge rund ein Kilogramm weniger als die Magnesium-Guss-Variante.

Audi hat ferner die Ausstattungen der Sprint- und der Langstrecken-Variante des R8 LMS ultra harmonisiert. Die Makrolon-Windschutzscheibe wiegt drei Kilogramm weniger als ein Glaselement, die Drei-Scheiben-Sintermetall-Rennkupplung spart weiteres Gewicht ein. Beide Bauteile sind jetzt auch in der Sprint-Version Standard.

Alle Bauteile können an bestehenden Fahrzeugen nachgerüstet werden, sie müssen es aber nicht mehr – wie noch 2012 vom Reglement vorgeschrieben. Der Verkaufspreis des neuen Audi R8 LMS ultra beträgt 339.000 Euro (zzgl. MwSt.).

Quelle: Audi Sport

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