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Meisterstück von Ten Kate – Rettung für Domi Aegerter
Mit Rang 2 im zweiten Rennen in Magny-Cours hat Dominique Aegerter seinen Vorsprung in der Supersport-WM auf 62 Punkte ausgebaut. Sein Team Ten Kate Yamaha leistete unter Hochdruck herausragende Arbeit.
Supersport-WM
Im Artikel erwähnt


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Der zweite Lauf in Frankreich begann mit einem Debakel: In der ersten Runde stürzte der führende Luca Bernardi in der letzten Schikane, die direkt folgenden Dominique Aegerter und Jules Cluzel krachten in das auf der Strecke liegende Motorrad und stürzten ebenfalls. Das Rennen wurde sofort abgebrochen, der San Marinese und der Franzose mussten ins Krankenhaus. Aegerter brachte seine schwer lädierte Yamaha zurück an die Ten-Kate-Box.
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"Was nicht kaputt war, wäre weniger zu erzählen", meinte Teammanager Kervin Bos beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Wir mussten das komplette Auspuffsystem, die Fußraste rechts, den hinteren Bremssattel, den Lenker und den Heckrahmen ersetzen, die Jungs haben unglaubliche Arbeit geleistet." Weil die Rennleitung nach dem Abbruch einen schnellen Neustart anordnete, blieb den Niederländern nicht viel Zeit für die Reparaturen. Fünf Sekunden bevor die Boxengasse geschlossen wurde, fuhr Aegerter auf die Strecke – mit gebrauchtem Vorderreifen. Das anschließende Rennen ging über 12 statt ursprünglich 18 Runden, Aegerter lieferte sich einen gigantischen Kampf mit dem erst 19-jährigen Manuel Gonzalez (ParkinGO Yamaha), den der Schweizer um 0,155 sec verlor. Weil der WM-Zweite Steven Odendaal (Bardahl Evan Bros Yamaha) nur Sechster wurde, konnte Aegerter seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft auf 62 Punkte ausbauen.
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"Das Team und Domi haben unglaubliche Arbeit geleistet", lobte Bos. "Das zeigt, dass Ten Kate Racing immer Vollgas arbeitet und sich ganz dem Rennsport widmet. Dominique behielt in einem schwierigen Moment kühlen Kopf, so kann man eine Meisterschaft gewinnen. Es war unglaublich. Wir wissen, dass Manuel auf dem Vormarsch ist, er kopierte den Speed von Domi und zog einen Vorteil daraus. Das ist ein Zeichen, dass er ein Fahrer auf höchstem Niveau ist. Natürlich ist es immer besser, wenn man gewinnt. Unter diesen Umständen war das aber das Maximum für uns, vor allem mit Blick auf den Gesamtstand."
In Barcelona wird der Rohrbacher wegen der Terminüberschneidung mit MotoE in Misano fehlen. Die WM-Führung wird er aber selbst bei einem Doppelsieg von Odendaal behalten, weil der Südafrikaner in Katalonien maximal 50 Punkte gutmachen kann.
"Das Team sagte mir vor dem Hinausfahren, dass alles sicher ist", schilderte Aegerter. "Ich vertraue ihnen, auch wenn ich etwas nervös war. Mir gelang erneut ein guter Start, die meisten der zwölf Runden führte ich. Ich versuchte eine Lücke zu meinen Verfolgern aufzufahren, aber das war unmöglich. Als Manuel so dicht hinter mir fuhr war mir klar, dass er versuchen würde zu überholen. In der letzten Runde habe ich alles probiert, es war eine großartige Show. Ich habe zwar den Kampf um den Sieg verloren, für die Meisterschaft aber gewonnen – das war das Wichtigste."
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