Nico Terol: 2016 Supersport mit neuem MV-Agusta-Team

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Nico Terol (li.) rechnet sich für 2016 viel aus

Nico Terol (li.) rechnet sich für 2016 viel aus

Innerhalb von einem halben Jahr wurde der ehemalige 125er-Weltmeister Nico Terol von seinen Teams in der Moto2- und Superbike-WM entlassen. 2016 startet er fix in der Supersport-WM.

Nico Terol hat zwei schwierige Jahre hinter sich. Ende der Saison 2014 hat Jorge Martinez sein Moto2-Team zugesperrt, weil er mit den Leistungen der früheren GP-Sieger Nico Terol und Jordi Torres (WM-Ränge 28 und 16) unzufrieden war. Die Versicherungsgesellschaft Mapfre als Hauptsponsor konzentriert sich außerdem seither ganz auf die Moto3-WM.

Der heute 27-jährige Spanier wechselte für 2015 in die Superbike-WM, wurde von Althea-Boss Genesio Bevilacqua mangels Leistung aber zu Saisonmitte entlassen. «Ich ging davon aus, dass ich zu meinem alten Speed zurückfinden würde», sagte Terol damals gegenüber SPEEDWEEK.com. «Nach einigen Stürzen und einer Handverletzung wurde aber alles kompliziert Ich werde jetzt erst mal eine Pause einlegen. Ich muss meine Situation reflektieren und einen Weg finden, wieder ein starker Rennfahrer zu werden.»

Für die letzten drei Saisonrennen 2015 verpflichtete MV Agusta Nico Terol als Ersatz für den verletzten Jules Cluzel im Supersport-Werksteam. Dort zeigte der 125er-Weltmeister von 2011 mit den Rängen 6 in Doha und 5 in Jerez starke Leistungen. In Magny-Cours musste er aus der Boxengasse starten, weil das Team einen neuen Motor einbaute. Trotzdem fuhr Terol als 14. in die Punkte!

Für 2016 hat sich der Pilot aus Alcoy, 100 Kilometer südlich von Valencia, mit Schmidt Racing für die Supersport-WM geeinigt. Das Team aus Ungarn ist neu in der Weltmeisterschaft, dieses Jahr startete es mit Janos Chrobak (Supersport) und David Juhasz (Superstock 600) im Alpe Adria Cup und holte beide Titel. Außerdem wurde die Ungarische Meisterschaft gewonnen und Chrobak eroberte als 15. in Jerez den ersten WM-Punkt für Schmidt Racing – auf Honda. Kommende Saison sattelt das Team auf die schnelle MV Agusta F3 um. Die italienische Nobelmarke hat den Ungarn bestmögliche technische Unterstützung zugesagt.

«Es freut mich sehr, dass wir nach so einer starken Saison mit einem Fahrer wie Nico Terol den Schritt auf ein höheres Level wagen können», erklärte Teammanager Robert Balogh. «Neben dem Motorradwechsel ist er der Hauptgrund dafür, dass ich 2016 große Fortschritte erwarte. Dank Nico werden wir mit die Ersten sein, welche von MV Agusta die neusten Entwicklungsteile erhalten. Mein Ziel ist, dass wir bereits in unserer ersten WM-Saison Rennen gewinnen. Bald werden wir Nicos Teamkollegen bekannt geben.»

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