Woran die neue Suzuki GSX-R 1000R wirklich scheiterte

Von Kay Hettich
Superstock-1000-EM
Kevin Calia war mit einem Serienmotorrad in der Superstock-1000-EM machtlos

Kevin Calia war mit einem Serienmotorrad in der Superstock-1000-EM machtlos

Mit Phoenix Suzuki setzte nur ein Team in der Superstock-1000-EM 2017 die neue Suzuki GSX-R 1000R ein. Woran das Projekt wirklich scheiterte.

Mit der neuen GSX-R 1000R waren große Erwartungen verbunden, denn als letztes der großen Werke brachte Suzuki ein komplett neu gezeichnetes Superbike auf den Markt und konnte sich an der europäischen und japanischen Konkurrenz orientieren. Mit Phoenix Racing wagte 2017 aber nur ein Team den Einsatz des neuen Motorrades. Mit Kevin Calia wurde ein Top-Pilot verpflichtet.

Doch der 23-Jährige, der 2015 und 2016 mit Aprilia mehrere Podestplätze eingefahren hatte, kam mit der Suzuki nie in die Top-10, Team und Motorrad waren mit dem Niveau der Superstock-Serie überfordert. «Mir wurde versichert, dass es ein offizielles Team sei und von Suzuki unterstützt wird», sagte der Italiener bei Corsedimoto. «Doch ständig änderten sich meine Mechaniker, alles mögliche fehlte. Updates kamen nur schleppend, die Elektronik war Serientechnik. Offensichtlich war das Bike noch nicht bereit, aber das war das kleinere Problem.»

Denn schon nach wenigen Wochen in der Saison 2017 wurden die ersten Auflösungserscheinungen erkennbar. Nach drei Meetings verließ Emanuele Pusceddu das Team, Calia, der auf die Schlagkraft der neuen Suzuki GSX-R 1000R vertraute, zog in der Sommerpause die Reißleine. Die Supersport-Abteilung des Suzuki-Teams mit Jacopo Cretaro und Connor London fehlte ab dem Lausitzring. Das Team war pleite und hatte zugesperrt. «Die traurige Wahrheit ist, dass einige Teams mehr Interesse am Geld haben, als an Erfolgen», sagte London damals.

«Suzuki war eine neue Herausforderung für mich und mein Traum war es, mit dieser Marke zu gewinnen», beteuerte Calia. «Bei den Wintertests war ich schnell, obowhl das Bike erst spät geliefert wurde. 2017 habe ich viel trainiert, um mich auf dieses Abenteuer vorzubereiten, mit einem Serienmotorrad aus der Massenproduktion habe ich aber nur mein Leben riskiert, ohne Aussicht auf Erfolg. Ich habe gekämpft, aber ich konnte dem Team nicht mehr Vertrauen – ich fühlte mich betrogen, weil ich wirklich an dieses Projekt glaubte!»

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