Patric Muff: An mehreren Fronten

Von Andreas Gemeinhardt
Patric Muff beim IDM-Lauf in Oschersleben

Patric Muff beim IDM-Lauf in Oschersleben

Trotz knappen Budgets setzt sich der Schweizer Patric Muff in der Endurance-Weltmeisterschaft, der Schweizer Meisterschaft und der IDM ausgezeichnet in Szene.

Nach seinem Sieg und dem zweiten Platz zur Schweizer Meisterschaft (Superstock 1000) auf dem Schleizer Dreieck hatte Patric Muff auch in zwei internationalen Rennserien Erfolg. Am Pfingstwochenende übernahm der Schweizer in Albacete mit seinen Teamkollegen Roman Stamm und Horst Saiger die Tabellenspitze der Endurance-Weltmeisterschaft. Das Bolliger Team Switzerland raste auf den zweiten Platz hinter dem SERT-Suzuki-Werksteam. «Nach einigen Stürzen unserer direkten Konkurrenten lagen wir bis cirka drei Stunden vor Schluss auf dem ersten Platz», erklärt Muff. «Wir gingen kein Risiko ein und mussten uns lediglich SERT geschlagen geben. Es war ein tolles Gefühl, wieder einmal auf einem WM-Podium zu stehen. Ich möchte mich beim gesamten Team für die grandiose Arbeit bedanken.»

Bereits eine Woche zuvor brachte sich Muff zum IDM-Superbike-Lauf in Oschersleben ins Gespräch. Im verregneten Qualifying parkte der Bannwiler seine TKR-Suzuki hinter dem Deutschen Meister Jörg Teuchert auf dem sensationellen zweiten Startplatz. Auf trockener Piste standen die Chancen mit seiner Stocksport-Suzuki im Rennen weniger günstig. Zwar konnte er zu Beginn an der Spitze mithalten, musste aber später aufgrund von Überhitzung und auslaufendem Kühlwasser vorzeitig die Segel streichen. «Wenn ich auf das gesamte Wochenende zurückblicke, darf ich sehr zufrieden sein», meint Muff. «Den zweiten Startplatz in der IDM Superbike mit einem Superstock-Motorrad herauszufahren, hätte ich nicht einmal zu träumen gewagt. Ich denke, dass ich auch in den beiden Rennen gezeigt habe, dass ich ganze vorne mithalten kann.»

Muff reist zum dritten Event der Schweizer Motorradmeisterschaft mit 14 Punkten Rückstand auf den Gesamtführenden Gregory Junod nach Most. Dort steht für Patric vom 11. bis 13. Juni zunächst wieder die Titeljagd in der Schweizer Meisterschaft Superstock 1000 auf dem Programm. «Klar ist der Titel mein Ziel», hält der TKR-Suzuki-Pilot fest. «Aber ich bin sehr erstaunt, wie stark sich Gregory Junod derzeit in Szene setzt. Er bleibt mit Sicherheit mein härtester Gegner.» In Zukunft möchte sich Patric mit weiteren erstklassigen Ergebnissen für eine der international etablierten Meisterschaften empfehlen. «Unser Budget ist knapp», stellt der Schweizer klar. «Die Britische Superbike-Meisterschaft und die IDM stehen natürlich ganz oben auf meiner Wunschliste. Ich muss abwarten, welche Möglichkeiten sich für mich ergeben. Mein Ziel ist es, in einem professionellen Team unterzukommen, wo ich, ohne mich finanziell zu ruinieren das Potential für Top-Platzierungen vorfinde.»
 

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